Oberaarhorn

Nach unserer Überschreitung von Studerhorn und Altmann schlossen wir am nächsten Tag noch das Oberaarhorn an. Eigentlich wollten wir auf das Scheuchzerhorn, aber das ging aus logistischen Gründen nicht und auch wenn ich bereits vor sechs Jahren auf dem Oberaarhorn war, so war es dennoch lohnend, denn die Tour ist einfach super schön, der Ausblick fantastisch und das Gelände war deutlich anders, denn im Gegensatz zum ersten Mal lagen nicht mehrere dutzend Zentimeter Neuschnee auf dem Gipfel. Wie schon am Vortag wurden wir sehr früh wach und saßen viel zu früh und viel zu wach am Frühstückstisch. Giano und Sonja

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Überschreitung Studerhorn und Altmann

Wie schnell die Zeit doch vergeht… sechs Jahre lag mein erster Besuch der Oberaarjochhütte zurück und ich war sehr gespannt, was sich zwischenzeitlich getan hatte, denn überall in den Alpen kann man den Klimawandel mit dem bloßen Auge erkennen und bisher gab es bei quasi jeder Hochtour in den letzten beiden Jahren deutliche Abweichungen von dem, was man den Routenbeschreibungen nach erwarten konnte. Doch zunächst hieß es für unsere Fünferseilschaft erst einmal zur Hütte aufzusteigen. Wir parkten am Oberaarsee und hatten ein wenig Zeitdruck, denn 4,5 – 5,5 Stunden sind laut SAC Tourenportal für den Zustieg zur Oberaarjochhütte zu veranschlagen

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Hochwanner

Ein bisschen kurios ist er schon, der Hochwanner, denn den auf der Liste der höchsten Berge Deutschlands, je nach Stringenz der Definition, auf Platz zwei oder vier geführten Berg kann man besteigen, ohne deutschen Boden zu betreten. Zumindest, wenn man nicht die äußerst fordernde Nordwand durchklettert, welche weniger durch ihren Schwierigkeitsgrad (über weite Teile II-III, stellenweise IV), als vielmehr durch den brüchigen Fels und ihre Länge (mehr als 1500 Klettermeter) eine Herausforderung darstellt. Johannes, mein langjährigen Partner am Berg, und ich wollten uns dem Hochwanner, über den wir vor Jahren bei der Jubiläumsgratüberschreitung schon sprachen, von der österreichischen Seite über

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25 Jahre Klostertaler Umwelthütte

Die Silvretta verbinde ich mit zahlreichen schönen Erinnerungen, denn dort war ich schon mehrfach auf tollen Touren gewesen und auch meine Hochtourenausbildung hatte ich vor einigen Jahre auf der Wiesbadener Hütte absolviert, so dass ich durchaus sagen kann, dass dort der Grundstein für zahlreiche Bergtouren gelegt wurde. Kein Wunder also, dass unsere Wahl auf die Silvretta fiel, als wir im September ein wunderschönes Herbstwochenende mit Freunden verbringen wollten, die zuvor noch nicht (viel) im (Hoch-) Gebirge unterwegs gewesen waren. Mit der Klostertaler Umwelthütte, der meiner Meinung nach schönsten Hütte in der Silvretta und eine meiner Lieblingshütten insgesamt, gibt es in

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Im Gewitter im Ötztal

Anfang August fuhren wir ins Ötztal, um dort in einer kleinen Runde von Vent aus die umliegenden Hütten, sprich Hochjochhospiz, Similaunhütte und Schöne Aussichten Hütte zu verbinden. Das Wetter war von Anfang eher mäßig angekündigt, aber immerhin versprachen die Vormittage stabil zu sein, so dass es für eine Tour von Hütte zu Hütte eigentlich reichen sollte. Letztlich würde es aber etwas anders kommen. Wir parkten das Auto am Ortseingang von Vent und marschierten zunächst auf der linken Seite der Rofenache wie schon im Jahr zuvor in Richtung Hochjochhospiz, welches wir nach zweieinhalb Stunden (ebenso wie schon im Jahr zuvor) erreichten.

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Wanderung im Karwendel – Zur Pfeishütte

Zugegeben: Beim Stichwort „Junggesellenabschied“ denkt man eher an Saufgelage und Bauchläden, als an Wanderungen im Gebirge. Aber dass es auch anders und sehr zivilisiert geht, zeigten wir Anfang Juli, als wir zu einem gemeinsamen Bergwochenende ins Karwendel aufbrachen, um dort zur Pfeishütte aufzusteigen und dort zu nächtigen. Es war der Wunsch des Bräutigams gewesen, ins Gebirge aufzubrechen und da ich als einziger unserer Gruppe schon einmal auf einer Hütte gewesen war, wurde auch mir die Aufgabe zuteil das Wochenende etwas zu planen. Meine Wahl fiel dabei aus mehreren Gründen auf die Pfeishütte, auf welcher ich schon mehrfach war: Zum einen

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Vorder Tierberg und Sustenhorn

Dank des guten Herbstwetters konnten wir das letzte Septemberwochenende nutzen und in die Schweiz aufbrechen, um in den Urner Alpen die für uns wohl letzte Hochtour des Jahres 2018 anzugehen. Unser Ziel war der Sustenpass, genauer gesagt die Tierberglihütte, wo wir im Zustieg den Vorder Tierberg bestiegen und am Folgetag das Sustenhorn.Vom Parkplatz Umpol aus brachte uns der Wanderweg (Schwierigkeit T4) in sehr direkter Linie auf das Tierbegli, den massiven Felsvorbau auf dem auch die gleichnamige Hütte liegt. Kurz vor Erreichen der Hütte schwenkten wir allerdings nach Westen auf den Steigletscher und zogen die Steigeisen an, denn vor unserer Ankunft

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Fründenhorn

Rund um den Oeschinensee beim von der Kurpfalz aus gut erreichbaren Kandersteg in der Schweiz gibt es einige schöne Berge, die es sich lohnt zu besteigen: Doldenhorn mit Galletgrat, Oeschinenhorn, Blüemlisalphorn und auch das Fründenhorn, welchem wir uns annahmen. Vom Oeschinensee zur Fründenhütte Unser Auto parkten wir beim Parkplatz an der Gondelseilbahn zum Oeschinensee, jedoch entschieden wir uns aufgrund des recht happigen Preises für die Bahn und der nur wenigen Höhenmeter, welche wir uns dadurch sparen würden, dazu den Fußweg zu nehmen und auf die Bahn zu verzichten. 20 CHF für 400 Höhenmeter waren für den Schwaben in mir zu

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Sonklarspitze – Müllerhütte – Wilder Pfaff – drei Tage im Stubai

Ab und an sind nicht die Gipfel das Ziel, sondern andere Dinge. So stand bei unserer Dreitagestour im Stubai auch die Müllerhütte im Vordergrund, wobei Sonklarspitze und Wilder Pfaff auf dem Weg dahin und von dort zurück lagen und von uns dankbar mitgenommen wurde. Mit etwas mehr Zeit im Gepäck wäre auch das Zuckerhütl noch eine Option gewesen, aber aus der Kurpfalz kommend und auch dorthin wieder zurückfahrend war dies letztlich nicht möglich. Auf die Müllerhütte selbst wurde mein Tourenpartner durch das Büchlein Wilde Hütten – 20 einzigartige Berg-Refugien ohne Dusche oder WLAN von Mountain Wilderness e.V. aufmerksam. Die Hütte,

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Claridenhütte

Vielleicht wären wir besser zu Hause geblieben, denn auf dem Weg zum Klausenpass in der Schweiz stellten wir rasch fest, dass wir von der Arbeitswoche sehr geschafft und entsprechend müde waren. Aber da wir doch keine richtigen Couch Potatoes sind, saßen wir eben dennoch im Auto in Richtung Glarner Alpen. Unser Ziel war Urnerboden, genauer gesagt die Talstation der Seilbahn zwischen Urnerboden und Fisetenpass. Ja, richtig gelesen, Seilbahn. Für zwei zusätzliche Stunden Aufstieg zur Claridenhütte reichte es an Motivation doch nicht mehr, vor allen Dingen weil wir damit rechnen mussten am nächsten Tag bei Regen ohnehin lieber die Bahn für

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