Übermut am Battert

Nachdem es am Vortag einmal mehr in den Schriesheimer Steinbruch ging, war am Sonntag direkt danach der Battert dran. Dort war ich erst zum dritten mal und vor etwas weniger als einem Jahr hatte ich von der Kletterei dort ein wenig berichtet. Das Klettern dort unterscheidet sich, wie damals schon erwähnt, sehr deutlich von der üblichen Kletterei in Sportklettergebieten. Zum einen ist der Fels dort sehr speziell, zum anderen die Absicherung eher spärlich. Was das Gestein angeht, so handelt es sich um ein Konglomeratgestein des Oberrotliegen. Das ursprüngliche Gestein ist rund 300 – 250 Mio. Jahren alt, doch vor rund

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Klettern & Spareribs

Am vergangenen Samstag ging es einmal mehr in den Schriesheimer Steinbruch. Zum einen hatte ich Besuch meines alten Kletterpartners und wollte ihm natürlich unbedingt zeigen, was ich da schönes vor der Haustür habe, zum anderen aber neigt sich die meines Erachtens nach zweigeteilte Saison in Schriesheim langsam dem Ende zu: Jetzt wo der Sommer so langsam kommt, wird es im Steinbruch zunehmend unerträglich heiß und das Klettern macht dann rasch keinen Spaß mehr, denn der Steinbruch ist nach Südwesten exponiert und fängt mit seinem halbrunden Aufbau die Sonne sehr gut ein. Die halbrunde Form in der Landschaft bedingt auch, dass

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Aprilwetter & Rissklettern

Im Volksmund gilt das Aprilwetter als launisch und am letzten Wochenende konnte ich beim Klettern in Schriesheim diverse Facetten des Wetters erleben. Erst war es bedeckt und etwas frisch, dann donnerte es, zunächst ohne Regen, und kurz bevor es am Nachmittag fast unerträglich heiß wurde, gab es auch ein paar Regentropfen. Zu wenige, um das Klettern unmöcglich zu machen (der Großteil zog gut sichtbar im Norden vorbei), aber genug, um bei den plötzlich zunehmenden Temperaturen die Luftfeuchtigkeit nach oben schnellen zu lassen. Das Schöne am wechselhaften Wetter war, dass der Andrang deutlich geringer ausfiel, als bei offensichtlich gutem Wetter. Schriesheim

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Wiedereinstieg

Die letzten Wochen war ich viel im Fitnessstudio und habe die Zeit genutzt, um meine kaputten Körperteile vernünftig zu kräftigen und aufzubauen. Noch muss ich es langsam angehen, sowohl beim Laufen, als auch beim Klettern, aber da mir weder einer der Ärzte, noch einer der Physiotherapeuten explizit verboten hat klettern zu gehen, konnte ich heute nicht anders und bin nach Schriesheim gefahren, um dort ein wenig meiner Leidenschaft zu frönen. Natürlich mit Einschränkungen, denn Therapeuten und Mediziner haben sehr wohl gesagt, dass ich es langsam angehen solle. Das Schöne am Felsklettern ist allerdings, dass es in allen Schwierigkeitsgraden reizvoll ist,

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Wanderung auf dem Neckarsteig

Noch muss ich mich sportlich etwas zurückhalten, doch das schöne Wetter am Ostersonntag wollte natürlich auch ich nutzen und so entschloss ich mich kurzfristig zu einer kleinen Wanderung entlang des Neckarsteigs. Im letzten Jahr nutzte ich die Wege im Odenwald und insbesondere am Königstuhl gerne zu Crossläufen, doch heute sollte es etwas langsamer zu gehen. Mit der S-Bahn ging es nach Neckargemünd, wo ich schon öfters in Richtung Königstuhl aufgebrochen war. Dieses mal allerdings wirklich entlang des Neckarsteigs und nicht entlang der anderen zahlreichen Wege, die der Wanderverein Odenwaldklub pflegt. Die größten Vorteile beim Wandern im Odenwald sind sicherlich die

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Bergliteratur: Ralf-Peter Märtin – Nanga Parbat. Wahrheit und Wahn des Alpinismus

Es gibt Berge, anhand derer Geschichte man auch die Geschichte des Bergsteigens erzählen kann. Zu diesen Bergen zählt der Nanga Parbat, der mit 8125 m Höhe der neunthöchste Berg der Erde ist und dessen Grate und vor allen Dingen Wände immer wieder Einzug in die Geschichtsbücher des Alpinismus fanden. Dass Ralf-Peter Märtin diesem Berg ein Buch widmet liegt auf der Hand und glücklicherweise ist er auch ein Autor, der es versteht nicht nur die Geschichte eines Berges zu erzählen, sondern gleichzeitig immer wieder auszuholen und die Geschichte des Bergsteigens gleich mit zu erzählen. Worum geht es? Ralf-Peter Märtin erzählt in

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Wissen – Verletzungen beim Klettern I

Anfang dieses Jahres erschein unter dem Titel Injury Trends in Rock Climbers: Evaluation of a Case Series of 911 Injuries Between 2009 and 2012 eine Arbeit von Volker Schöffl et al., die sich mit den typischen Verletzungen beim Klettern beschäftigt. Schöffl ist, gemeinsam mit Thomas Hochholzer, Autor des Buches So weit die Hände greifen…: Sportklettern/Verletzungen und Prophylaxe und leitet als Chirurg, Unfallchirurg, Orthopäde und Sportmediziner am Bamberger Klinikum die Sektionen Sportorthopädie, Sporttraumatologie, Sportmedizin und Chirurgie der oberen Extremitäten. Das erklärt auch, dass der Großteil der 836 Patienten, die in der Studie 2009 – 2012 erfasst wurden, aus Deutschlands größtem Klettergebiet, dem

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Bergliteratur: Ueli Steck – 8000+ Aufbruch in die Todeszone

Ueli Steck wurde den meisten wohl durch seine unglaublich schnelle Solobesteigung der Heckmair-Route der Eiger Nordwand bekannt, für die er 2008 lediglich 2:47:33 h:mm:ss benötigte (Der Rekord wurde mittlerweile durch Dani Arnold mit 2:28 h:mm unterboten). Im Anschluss daran durchstieg er in Rekordzeit auch noch die Grandes Jorasses Nordwand (2008, 2:21:26 h:mm:ss über die Alexis Variante der Colton/McIntyre), sowie die Matterhorn Nordwand (2009, 1:56:40 h:mm:ss über die Schmid-Route). Diese Begehungen waren Fokus seines Buches Speed: Die drei großen Nordwände der Alpen in Rekordzeit, das er ebenso wie 8000+ Aufbruch in die Todeszone unter Mitwirkung von Karin Steinbach schrieb. Während sich

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Wissen – Von Verletzungsvorbeugung durch Krafttraining und Hierarchien in der Seilschaft

Seit längerem liegen zwei wissenschaftliche Arbeiten auf meinem Schreibtisch, die ich nach dem Lesen für so interessant hielt, dass ich sie an dieser Stelle kurz vorstellen möchte. Dabei geht es in der ersten Arbeit um den Einfluss von Stretching, Krafttraining und propriozeptivem Training auf akute Sportverletzungen und Verletzungen durch Überlastungen. Die zweite Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Hierarchien auf den Erfolg und Misserfolg bei Expeditionen. Während die erste Arbeit wohl für alle aktiven Menschen im Allgemeinen und für mich derzeit im Speziellen interessant ist, ist die zweite spannend zu lesen und soll auch etwas zum eigenen Nachdenken anregen.

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Alexander Hubers Vortrag „Im Licht der Berge“

Am vergangenen Donnerstag war Alexander Huber zu Gast in Heidelberg, um dort seinen Vortrag „Im Licht der Berge“ zu halten. Keine Frage, das wollte ich mir nicht entgehen lassen und so ging es nicht nur mir, denn die Stadthalle war gut besucht. Zu seiner Person muss man nicht viel sagen, denn er zählt, gemeinsam mit seinem älteren Bruder Thomas, zu den bekanntesten Kletterern der Welt. Der breiten Öffentlichkeit wurden Sie durch den im Jahr 2007 veröffentlichten Film „Am Limit“, in dem die beiden versuchen die Route The Nose am El Capitan im Yosemite Valley in einer neuen Bestzeit zu klettern.

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