Pfälzer Weinsteig

So selten wie in diesem Jahr war ich schon lange nicht mehr in den Bergen und die Ursache dafür ist offensichtlich: Covid-19. Zwar mag es derzeit möglich sein, Alpenhütten zu besuchen, aber Platz ist dort traditionell ein rares Gut und auch wenn es ist derzeit ebenso möglich ist, in einem mehr oder eher minder auf Abstand umgerüsteten Massenlager zu übernachten, steht auf einem anderen Blatt, ob das wirklich eine gute Idee ist und sein muss. Bei meinem einzigen Ausflug des Jahres 2020 in die Schweiz hatte ich als es abends in der gemütlichen Stube wie üblich eng wurde durchaus auch

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25 Jahre Klostertaler Umwelthütte

Die Silvretta verbinde ich mit zahlreichen schönen Erinnerungen, denn dort war ich schon mehrfach auf tollen Touren gewesen und auch meine Hochtourenausbildung hatte ich vor einigen Jahre auf der Wiesbadener Hütte absolviert, so dass ich durchaus sagen kann, dass dort der Grundstein für zahlreiche Bergtouren gelegt wurde. Kein Wunder also, dass unsere Wahl auf die Silvretta fiel, als wir im September ein wunderschönes Herbstwochenende mit Freunden verbringen wollten, die zuvor noch nicht (viel) im (Hoch-) Gebirge unterwegs gewesen waren. Mit der Klostertaler Umwelthütte, der meiner Meinung nach schönsten Hütte in der Silvretta und eine meiner Lieblingshütten insgesamt, gibt es in

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Wanderung im Karwendel – Zur Pfeishütte

Zugegeben: Beim Stichwort „Junggesellenabschied“ denkt man eher an Saufgelage und Bauchläden, als an Wanderungen im Gebirge. Aber dass es auch anders und sehr zivilisiert geht, zeigten wir Anfang Juli, als wir zu einem gemeinsamen Bergwochenende ins Karwendel aufbrachen, um dort zur Pfeishütte aufzusteigen und dort zu nächtigen. Es war der Wunsch des Bräutigams gewesen, ins Gebirge aufzubrechen und da ich als einziger unserer Gruppe schon einmal auf einer Hütte gewesen war, wurde auch mir die Aufgabe zuteil das Wochenende etwas zu planen. Meine Wahl fiel dabei aus mehreren Gründen auf die Pfeishütte, auf welcher ich schon mehrfach war: Zum einen

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Ras Bwahit – Trekking in den Simien Mountains

Mangels der Fähigkeit Ski zu fahren bin ich normalerweise im Winter nicht in den Bergen, doch zu Beginn dieses Jahres war alles ein wenig anders, denn wir verbrachten unseren Urlaub in Äthiopien und hatten unseren Aufenthalt dort auch zum Trekking in den Simien Mountains genutzt. Äthiopien liegt ausgesprochen hoch, denn 50 Prozent seiner Fläche liegen höher als 1200 Meter, mehr als 25 Prozent über 1800 Meter und mehr als 5 Prozent erreichen sogar Höhen über 3500 Meter. Damit war für uns von Beginn der Urlaubsplanung an klar, dass wir unbedingt einen Teil unserer Reise im Hochland verbringen wollten und nach

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Winterwanderung im Odenwald

Schon im Dezember hatten wir uns ein Wochenende für eine Winterwanderung durch den Odenwald ausgesucht und damit viel Glück gehabt, denn als der Tag gekommen war, war das Wetter perfekt: Trocken, kühl und sonnig. Wir hatten sogar etwas Glück und in den höheren Lagen rund um den Königstuhl noch ein paar Millimeter Schnee, die den Wald mit ein wenig Weiß winterlich dekorierten. Ausgangspunkt war Neckargemünd gewesen, schnell und einfach mit S-Bahn oder Bus von Heidelberg aus zu erreichen. Von dort ging es über den Neckarsteig zurück nach Heidelberg, natürlich über den Königstuhl und von diesem über die Himmelsleiter hinab zum

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Petit Vignemale – Drei Tage in den Pyrenäen

Eigentlich hatten wir während unseres Aufenthalts um Südwesten Frankreichs vier Tage in den Pyrenäen eingeplant, aber an die Wetterbedingungen angepasst kürzten wir unsere Tour im Vallé de Gaube im östlichen Teil des Parc National des Pyrenées zum Petit Vignemale um einen Tag ab. Ausgangspunkt unserer Tour war die Pont d’Espagne bei Cauterets in der Nähe von Lourdes. Die Pont d’Espagne, die spanische Brücke, spannt einen Bogen über den Zusammenfluss von Gave de Marcadau und Gave de Gaube, wo es von Frankreich nach Spanien geht (und natürlich auch umgekehrt). Wir gingen in Richtung Wasserfälle und fanden uns nach wenigen Metern bei

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Claridenhütte

Vielleicht wären wir besser zu Hause geblieben, denn auf dem Weg zum Klausenpass in der Schweiz stellten wir rasch fest, dass wir von der Arbeitswoche sehr geschafft und entsprechend müde waren. Aber da wir doch keine richtigen Couch Potatoes sind, saßen wir eben dennoch im Auto in Richtung Glarner Alpen. Unser Ziel war Urnerboden, genauer gesagt die Talstation der Seilbahn zwischen Urnerboden und Fisetenpass. Ja, richtig gelesen, Seilbahn. Für zwei zusätzliche Stunden Aufstieg zur Claridenhütte reichte es an Motivation doch nicht mehr, vor allen Dingen weil wir damit rechnen mussten am nächsten Tag bei Regen ohnehin lieber die Bahn für

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Staufner Haus

Überschreitung der Nagelfluhkette

Mitte Juni fanden wir uns im Allgäu wieder, wo unser Ziel die Überschreitung der Nagelfluhkette war. Die Überschreitung der Nagelfluhkette kann man durchaus an einem Tag machen, doch für uns kam aus logistischen Gründen eine Art Zweitagesvariante in Frage, wobei wir noch jeweils einen Tag für die An- und Abreise hatten. Eile statt Weile war das Motto und wir stellten unser Auto an der Talstation der Hochgratbahn bei Oberstaufen ab. Erster Tag – Von der Talstation Hochgratbahn über das Ehrenschwanger Tal zur Alpe Mittelberg Am gut gefüllten Parkplatz stellten wir das Auto ab und orientierten uns Richtung Osten, um an

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Wandern bei Stechelberg im Berner Oberland

Als wir am morgen bei Freunden Neuchâtel aufwachten staunten wir nicht schlecht, denn der Blick vom Balkon hinüber zu den Bergen war wirklich beeindruckend. Schon zu Beginn des Tages waren wir damit in bester Wanderlaune und freuten uns auf eine kleine aber feine Wanderung im hinteren Lauterbrunnental bei Stechelberg im Berner Oberland. Die Fahrt von Neuchâtel hinüber nach Lauterbrunnen war wunderschön, denn das Wetter versprach doch besser als zunächst gedacht zu werden und je mehr wir uns Bern und vor allem Lauterbrunnen annäherten, desto besser wurde der Blick auf das berühmte Dreigestirn des Berner Oberlands: Eiger, Mönch und Jungfrau. Vor

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Sankenbachsee

Sankenbachwasserfall bei Baiersbronn im Winter

Mit dem Winter kann nur nur wenig Anfangen, denn leider beginnen meine Finger und Zehen unheimlich schnell zu frieren. Schnell erreiche ich dann den Punkt, an dem ich diese weder spüre, noch bewegen kann. Winterbergsteigen und Eisklettern sind daher für mich nicht drin, aber bei dem klaren und sonnigen Winterwetter zieht es mich dennoch ins Freie – wenn auch gut eingepackt und nur zu kurzen Touren. Eine solche war unsere Wanderung bei Baiersbronn. Auf die Idee kamen wir durch das Outdoormädchen, wobei wir Glück hatten, weil weniger Schnee als sie hatte. Zur Wanderung muss nicht viel gesagt werden: Wir fuhren

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