Egal ob beim Klettern, Bergsteigen oder auch Laufen: Für viele Projekte und Touren findet man im Internet auf diversen Seiten und Blogs (ein Teil sei an dieser Stelle verlinkt) zahlreiche Ideen und Anregungen. Auch ich mache hiervon rege Gebrauch und lasse mich durch die Touren und Vorhaben von anderen inspirieren und anregen. Um selbst einen zumindest kleinen Beitrag zu leisten und etwas zurück zu geben, habe ich mich nach längeren Überlegungen dazu entschlossen ebenso unter die Blogger zu gehen und an dieser Stelle über einen Teil dessen zu berichten, was ich beim Klettern, Bergsteigen oder Laufen erlebt habe. Auch wenn ich mich als ambitioniert bezeichne: Wer hier die großen Höhen, hohen Schwierigkeitsgrade und neuen Rekorde sucht ist sicherlich falsch.

Laufen

Mit dem Laufen fing irgendwie alles an. Im Jahr 2004 absolvierte ich meinen ersten Halbmarathon und spätestens nachdem ich im Jahr 2008 mehr als 2300 km laufend zurückgelegt habe durfte ich mich als Läufer bezeichnen. Im Jahr 2010 lernte ich, was es heißt zu trainieren und sich gezielt auf einen Lauf vorzubereiten. Mit knapp 2500 km in weinger 10 Monaten war ich an der Grenze dessen, was ich zeitlich in das Laufen neben meiner Doktorarbeit investieren konnte – aber nur so konnte ich einen kleinen Traum realisieren und meine Halbmarathonbestzeit deutlich unter die neunzig Minuten Marke drücken. Ende des Jahres 2010 beschloss ich mit dem Laufen aufzuhören und mich mehr dem Klettern zu widmen, was ich Anfang 2010 begonnen hatte. Aufhören ist allerdings ein relativer Begriff: Noch immer laufe ich zwei bis sechs mal pro Woche, nur eben nicht mehr im Rahmen eines gezielten Trainings zur Wettkampfvorbereitung, sondern mehr aus Spaß an der Freude, oder um Kondition zum Bergsteigen aufzubauen.

Fels

Zum Klettern kam ich erstmals Ende des Jahres 2008, als mich Freunde an die künstliche Kletterwand der Paul-Horn-Arena in Tübingen mitnahmen. Anfangs hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, doch Mitte des Jahres 2009 war ich erneut zum Schnupperklettern (ebenfalls in Tübingen) und im Februar des Jahres 2010 habe ich dann endgültig entschlossen mit dem Klettern zu beginnen. Wie heute üblich war ich zunächst in der Halle an künstlichen Griffen unterwegs (vor allen Dingen im Kletterzentrum Würzburg), bevor ich noch im gleichen Jahr erstmals den Kalk der schwäbischen Alb berührte. Ab 2011 war ich vermehrt am Fels und neben der schwäbischen Alb sind der nördliche Frankenjura, sowie die Felsen im südlichen Frankenjura bei Konstein/Aicha mein zu Hause.

Berg

Nachdem ich mit Freunden schon früher im Allgäu zum Wandern unterwegs war, machte ich im Sommer 2011 meine erste Hochtour, welche mich nicht nur zu „meiner“ Hütte, sondern über Stein und Eis auch direkt auf 3606 m führte. Es war eine Tour die durchaus als etwas chaotisch bezeichnet werden kann, aber ich fand dennoch Geschmack an den Bergen. Ein Jahr später lernte ich dann auch die nötigen Grundlagen, um in Fels und Eis sicher Hochtouren gehen zu können. Auch wenn ich erst am Anfang stehe: Hochtouren sind für mich der nächste Schritt, denn hier kann ich die Kondition des Laufens mit dem technischen Aspekten des Kletterns kombinieren. Wichtig für mich sind dabei vor allen Dingen das eigenverantwortliche Planen und Gehen der Touren, sowie der Verzicht Seilbahnen, Lifte und Ähnliches. Die Höhe des Gipfels ist zweitranging, das Erlebnis zählt und auch wenn es abgedroschen klingt: Der Weg ist das Ziel – und daher lege ich auch Wert auf die Art und Weise, wie ich auf einen Berg und wieder ins Tal komme.