Gut gebrüllt – klettern am Aggenstein

Vom Parkplatz der Bad Kissinger Hütte in Grän/Enge aus konnten wir das Ziel schon gut erkennen: Der Aggenstein, mit seinem markant geteilten Doppelgipfel, verbunden durch eine kleine Scharte. Auch die Südwand konnten wir von dort breits ausmachen, durch welche wir auf den Vorgipfel (und letztlich auch auf den Hauptgipfel) steigen wollten. Den Zustieg gingen wir gemütlich an und drehten uns immer wieder um, denn der Kontrast war stark: Trotz Aufstieg im leicht schattigen Wald merkten, wie viel Kraft die Sonne schon hatte und konnten beim Blick nach Süden (und damit auf die Nordwände der anderen Talseite) sehen, dass der Winter

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Westgrat Gehrenspitze

Ein kleiner Nachtrag zu einer Tour, die ich beinahe vergessen hätte, denn sie stand quasi am Beginn der alpinen Saison 2015 und liegt damit schon eine ganze Weile zurück: Mit dem Zug ging es aus der Kurpfalz in 4,5 Stunden nach Musau unterhalb des Raintals und ein bisschen hatte ich ja schon das Gefühl, in der Wildnis ausgesetzt zu werden: Von Kempten aus fuhr uns ein Dieseltriebzug der Baureihe 642 Richtung Reutte und unseren Haltewunsch in Musau mussten wir, wie in einem Bus, durch Drücken eines Knopfs mitteilen… In Musau gibt es nur ein Gleis, keine Bank, keinen Fahrkartenautomat, kein

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Klettern im Tannheimer Tal

Das Tannheimer Tal ist weithin bekannt für seine alpine Kletterei – oder vielmehr für die Kletterei in alpinem Gelände, denn der Großteil der Routen an Gimpel, Roter Flüh, Hochwiesler, Zwerchwand und co. ist gut mit Bohrhaken abgesichert und daher gar nicht so sehr alpin. Lediglich die Länge, sowie das Panorama und die Errechbarkeit der Routen unterscheiden sich von Sportkletterngebieten mit Kalkfelsen. Vom Tannheimer Tal hatte ich viel gehört und da ich noch nie vor Ort gewesen war, befand ich, dass die Zeit gekommen war diesen Umstand zu ändern. Mit meinem Kletterpartner aus Schwaben fuhr ich also gemeinsam ins Tannheimer Tal,

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