Neuigkeiten aus dem Steinbruch Schriesheim – Teil 2

Nachdem ich 2016 und 2017 Gefallen beim alpinen Wegebau rund um die Heidelberger Hütte gefunden hatte, konnte ich am letzten Apriltag im Schriesheimer Steinbruch das nächste Level angehen, denn dort durfte ich der AG Klettern und Naturschutz im Odenwald e.V. dabei helfen den neuen Zustieg von der ersten zur zweiten Ebene des Steinbruchs zu bauen. Nach dem Aufstellen einer Sauna auf der Heidelberger Hütte war für mich durch die DAV Sektion Heidelberg und ihren Pächter ohnehin eine Linie übschritten, so dass ein weiteres gemeinnütziges Engangement rund um die Hütte für mich nicht mehr infrage kam. Entsprechend groß war meine Freude,

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Edelrid Ohm

Saisonauftakt 2017 und Edelrid Ohm am Fels

Endlich konnte auch ich in die Klettersaison 2017 starten. In diesem Jahr habe ich es tatsächlich bereits auf sage und schreibe sechs Wochen Trainingsausfall durch Verletzungen und Krankheit gebracht – das muss man innerhalb der ersten 16 Wochen auch erst einmal schaffen! Doch am vergangenen Sonntag nahm die Zwangspause ein Ende und wir läuteten im Steinbruch in Schriesheim (mit deutlicher Verspätung) den Start in die Saison ein. Den Anfang machten wir dabei mit einer Art Workshop, bei dem meine Tourenpartner und ich gemeinsam allerlei Techniken aus dem Bereich Klettern und vor allen Dingen Hochtouren wiederholten und übten. Wir starteten mit

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Orientierung mit Kompass und Karte

Genau eine Woche nachdem ich meine Kenntnisse rund um das Thema Erste Hilfe aufgefrischt hatte, stand erneut eine kleine Weiterbildung auf dem Plan, bei der es dieses mal um das Thema Orientierung mit Kompass und Karte ging. Beim genaueren Nachdenken hat es mich fast ein wenig überrascht, aber bisher war ich mit diesem Thema eigentlich nicht richtig in Berührung gekommen, auch nicht während der Hochtourenausbildung. Das liegt sicherlich daran, dass man im Normalfall bei Hoch- oder Bergtouren nicht darauf angewiesen ist, nach Marschzahlen zu gehen, den Standpunkt per Peilung zu bestimmen oder die Koordinaten von der Karte abzulesen. Spätestens aber

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Für den Notfall: Erste Hilfe Outdoor

Das Frühjahr 2017 steht für mich im Kontext einer kleinen Ausbildungsoffensive, bei der es mir darum geht, bereits Gelerntes gezielt zu wiederholen, zu üben und zu vertiefen. Hierzu habe ich mir drei Themengebiete ausgesucht und mich für entsprechende Kurse zur Fortbildung angemeldet: Orientierung im Gelände (bei der DAV Sektion Heidelberg), Bergrettung (bei DAV Sektion Stuttgart, gemeinsam mit der Bergwacht) und Erste Hilfe. Der Titel dieses Beitrags legt es schon nahe: Den Auftakt machte der Kurs „Erste Hilfe Outdoor“, den ich beim Kreisverband Karlsruhe des Deutschen Roten Kreuz absolvierte. Der Treffpunkt war unweit eines Sees bei Karlsruhe und das Wetter war

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Mein ganz persönlicher Beitrag zur Unfallstatistik

Aus Fehlern lernt mant – so ein deutsches Sprichwort. Idealerweise lernt man aus den Fehlern anderer, denn man erspart sich damit oftmals so einiges. Auch mir ist neulich ein Fehler passiert und damit jeder daraus lernen kann, an dieser Stelle ganz kurz ein paar Zeilen dazu. Der Fehler unterlief mir beim Sichern in der Kletterhalle und ist relativ schnell erzählt: Ich stand wie üblich recht nah an der Wand, mein Kletterpartner lies sich rund einen Meter über der letzten Zwischensicherung absichtlich ins Seil fallen und ich wurde nach oben zur ersten Sicherung gezogen. Das hatten wir schon oft, denn wir

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Über die Sicherheit von Sicherungsgeräten

Bergundsteigen ist der Name einer Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport und wird vom Alpenverein Südtirol, Deutschen Alpenverein, Oesterreichischen Alpenverein und dem Schweizer Alpen-Club herausgegeben. In vier Ausgaben pro Jahr werden in dieser Zeitschrift fundiert die Themen Sicherheit und Riskiko diskutiert und es gibt allerlei Informationen zu aktuellen Fragen aus allen Bereichen des Bergsports, egal ob Skitouren, Bergsteigen, Klettersteig, Eis-, Sport-, Alpin- oder Hallenklettern. Gerade zum letzten Bereich, dem Hallenklettern, sind in der Ausgabe 3/2013 zwei interessante Artikel vom Autor Thomas Lammel erschienen, die nach einer Stellungnahme durch die Kommision für künstliche Kletteranlagen des Deutschen Alpenvereins in der Ausgabe 4/2013 durch

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Verpflichtender Kletterschein?

Vor einer Weile wurde ich durch einen Tweet von @aufundab.eu auf einen Artikel aufmerksam, der einmal mehr für jeden (Hallen-) Kletterer verbindlich einen Kletterschein fordert, beziehungsweise darüber berichtet, dass „Alpin-Experten“ bei einem einem Seminar des Kuratoriums für Alpine Sicherheit in Saalfelden im Pinzgau dies forderten. Ein solcher verpflichtender Kletterschein, ähnlich verbindlich wie ein Tauchschein (ebenfalls im Artikel angeführt), soll dazu beitragen, die Unfallhäufigkeit zu reduzieren und damit die Sicherheit zu erhöhen. Doch macht diese Forderung Sinn und wie häufig sind Unfälle in Kletterhallen überhaupt? Wenige Unfälle… In Kletterhallen geht es vergleichsweise sicher zu, denn die DAV Sicherheitsforschung hat im Herbst

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Sichern – mehr als das Verhindern von Bodenkontakt

Der Begriff Klettern ist ein Sammelbegriff und es ist daher nur nachvollziehbar, dass die Behauptung Klettern ist eine Risikosportart entsprechend allgemein und weit gefasst ist, schließlich hat Klettern viele Spielarten: Man kann in leichten Routen gut gesichert in der Halle oder in gut gesicherten aber schweren Routen am Fels klettern. Und wenn man es etwas riskanter mag, so kann man leichte oder gar schwere Routen am Fels free solo klettern, also völlig ohne Sicherungen. Betrachtet man nur Kletterhallen wurde festgestellt, dass dort allerdings für eine Risikosportart nur sehr wenige Unfälle passieren: Die DAV Sicherheitsforschung hat in einer Unterschung gezeigt, dass statistisch gesehen

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