Vorder Tierberg und Sustenhorn

Dank des guten Herbstwetters konnten wir das letzte Septemberwochenende nutzen und in die Schweiz aufbrechen, um in den Urner Alpen die für uns wohl letzte Hochtour des Jahres 2018 anzugehen. Unser Ziel war der Sustenpass, genauer gesagt die Tierberglihütte, wo wir im Zustieg den Vorder Tierberg bestiegen und am Folgetag das Sustenhorn.Vom Parkplatz Umpol aus brachte uns der Wanderweg (Schwierigkeit T4) in sehr direkter Linie auf das Tierbegli, den massiven Felsvorbau auf dem auch die gleichnamige Hütte liegt. Kurz vor Erreichen der Hütte schwenkten wir allerdings nach Westen auf den Steigletscher und zogen die Steigeisen an, denn vor unserer Ankunft

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Nordgrat Vordere Hintereisspitze

Vordere Hintereisspitze und Fluchtkogel – Drei Tage im Ötztal

In beinahe identischer Besetzung wie vor einem Jahr brachen wir auch in diesem Jahr erneut ins Ötztal auf, in der Hoffnung in diesem Jahr nicht nur durch die Wolken zu stapfen, sondern vielleicht auch einen Gipfel sehen oder gar besteigen zu können. Der Wetterbericht stimmte uns optimistisch und bei richtig sommerlichen Temperaturen stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz am Ortseingang des Bergsteigerdorfes Vent ab. Unser erstes Ziel war das Hochjochhospiz, welches wir nach zweieinhalb Stunden gemütlicher Wanderung erreichten. Von Vent aus mussten wir etwas mehr als 500 Höhenmeter zurücklegen, aber der Anstieg war wirklich sehr sanft und so kamen

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Am Ende der Welt – Engelberger Rotstock

Der Terminkalender war zwar sehr gut gefüllt, aber dennoch mussten wir das gute Wetter nutzen und fuhren ans Ende der Welt, das zu unserem Erstaunen mitten in der Zentralschweiz bei Engelberg liegt. Gar nicht so weit weg also. Unser Ziel lag sogar noch hinter dem Ende der Welt, denn wir wollten zur Rugghubelhütte aufsteigen, um von dort aus am folgenden Tag auf den Engelberger Rotstock zu steigen.  Von rund 1130 m über Meereshöhe stiegen wir zunächst im schattigen Wald in Richtung Ried auf. Für die zweite Tageshälfte war eine gewisse Niederschlags- und Gewitterwahrscheinlichkeit angekündigt, weshalb wir von Anfang an

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Grosser Diamantstock

Ende September ist normalerweise eine Übergangsphase: Die Hochtourensaison neigt sich dem Ende zu und es beginnt die Zeit für herbstliche Wanderungen oder Klettereien in nicht mehr ganz so hohen Lagen. Da ich die letzten beiden Wochen des diesjährigen Septembers in Japan verbrachte, ging ich nach meiner Rückkehr ins deutsche Schmuddelwetter davon aus, dass ich diese Phase ein wenig verpasst hätte und freute mich umso mehr, als plötzlich und unverhofft eine stabile Omegalage Anfang Oktober noch einmal eine Hochtour ermöglichte: Unser Ziel war der Grosse Diamantstock, dessen Ostgrat wir erklimmen wollten. Auf 1770 m Seehöhe stellten wir unser Auto unterhalb der

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Lenzspitze und Nadelhorn

Gross Bigerhorn, Balfrin, Ulrichshorn, Nadelhorn

Anfang September hatten wir großes Glück mit dem Wetter und konnten vier stabile Tage nutzen, um in den Walliser Alpen vier Tage lange Berge zu besteigen. Die Höhepunkte unserer Hochtour waren Gross Bigerhorn, Balfrin, Gemshorn, Ulrichshorn und Nadelhorn, aber auch alle Wege dazwischen waren landschaftlich phänomenal, äußerst abwechslungsreich und auch bergsteigerisch ansprechend. Zustieg zur Bordierhütte Unser Ziel in der Schweiz war Gasenried über St. Niklaus im Mattertal, wo wir kurz hinter dem Ortseingang auf der rechten Seite parken konnte. Unsere erste Herausforderung war es, eine Parkgenehmigung zu bekommen. Allen die ebenfalls von Gasenried zur Bordierhütte zusteigen wollen: Man bekommt diese

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Obere Ochsenscharte

Graue Silvretta: Von der Jamtalhütte zur Wiesbadener Hütte

Nach zwei wetterbedingt abgesagten Touren fand ich mich in bereits erprobter Begleitung Ende August auf der Bieler Höhe wieder. Nachdem wir im Ötztal aufgrund schlechter Sicht keinen Gipfelerfolg hatten, wollten wir einen weiteren Versuch wagen. Dieses mal in der Silvretta und mit hoffentlich besserem Wetter. Doch als wir von der Bieler Höhe starteten erwartete uns ein bekanntes Bild, denn die Wolken hingen tief und hüllten die uns umgebenden Gipfel ein, so dass vom Parkplatz am Stausee aus keiner der bekannten Gipfel zu sehen war. Weder Piz Buin, noch Silvrettahorn oder das direkt am See gelegene Hohe Rad waren sichtbar. Wir

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Bietschjoch

Lehrgeld am Bietschhorn

Mitte Juli wollten wir das Bietschhorn in den Berner Alpen auf seinem Westgrat ersteigen und hatten uns dafür einen schlichten Plan zurecht gelegt: Am Samstag gemütlich in die Schweiz fahren, an der Bietschhornhütte vorbei bis hinter das Bietschjoch aufsteigen, dort biwakieren, um am nächsten Tag über den Westgrat den Gipfel des Bietschhorns zu erreichen und anschließend nach Abstieg über den gleichen Weg zurück in die Kurpfalz zu fahren. Mit viel Ausrüstung im Gepäck machten wir uns auf den Weg und unser Plan sah vor, dass wir am frühen Abend im Bietschjoch sein wollten. Entsprechend fuhren wir nicht extrem früh los,

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Überschreitung der Hammerspitzen: Fifty Shades of Grey

Eigentlich war eine völlig andere Tour geplant, aber das Wetter im Alpenraum war dann doch eher bescheiden vorhergesagt und so skalierten wir langsam aber sicher unsere geplante Hochtour mit Gletscherbiwak mit jeder Aktualisierung des Wetterberichts herunter, bis wir uns am Ende für die Überschreitung der Hammerspitzen entschieden hatten. Für den Oberstdorfer Raum konnten wir ein eventuell brauchbares Wetterfenster von etwa sechs Stunden im Wetterbericht ausmachen und so fuhren mein Tourenpartner und ich Ende Juni zu früher Stunde von Heidelberg aus ins Allgäu, um drei Berge zu überschreiten und noch am selben Tag wieder zurück nach Heidelberg zu fahren. Diesen „Oberstdorf-Express“

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Überschreitung Stempeljochspitzen – Rosskopf – Hintere Bachofenspitze

Zugegeben, meine Beine hatten sich schon einmal frischer angefühlt: Als ich am ersten Montag des Augusts in Scharnitz aus dem Zug, oder genau genommen aus dem den Zug ersetzenden Bus des Schienenersatzverkehrs, ausstieg, merkte ich noch immer den Heidelbergman Triathlon, bei dem ich einen Tag zuvor in der Firmenstaffel als Läufer teilgenommen hatte. 160 Höhenmeter auf- und ebenso 160 Höhenmeter abwärts, verteilt auf zehn Kilometer Asphalt und Schotter bei brütender Hitze sorgten doch für wieder Erwarten schwere Beine. Dennoch machte ich mich auf den Weg zur Pfeishütte (1950 m) im Karwendel, wo ich zwei Tage zum Bergsteigen nutzen wollte. Doch zunächst

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