Gut gebrüllt – klettern am Aggenstein

Vom Parkplatz der Bad Kissinger Hütte in Grän/Enge aus konnten wir das Ziel schon gut erkennen: Der Aggenstein, mit seinem markant geteilten Doppelgipfel, verbunden durch eine kleine Scharte. Auch die Südwand konnten wir von dort breits ausmachen, durch welche wir auf den Vorgipfel (und letztlich auch auf den Hauptgipfel) steigen wollten. Den Zustieg gingen wir gemütlich an und drehten uns immer wieder um, denn der Kontrast war stark: Trotz Aufstieg im leicht schattigen Wald merkten, wie viel Kraft die Sonne schon hatte und konnten beim Blick nach Süden (und damit auf die Nordwände der anderen Talseite) sehen, dass der Winter

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Ziegelhausen

Saisoneröffnung 2018

Mein Terminplan ist momentan ungewöhnlich und über das übliche Maß hinaus voll und so kommt es, dass ich in diesem Jahr erst recht spät dazu gekommen bin, die Kletter- und Outdoorsaison zu eröffnen. Aber kürzlich war es soweit, zunächst beim Feierabendklettern in Ziegelhausen: Nach dem Felssturz Anfang 2017 hat sich dort erfreulicherweise kein weiterer Felsausbruch mehr ereignet, wobei das natürlich nicht heißen soll, dass dies ganz auszuschließen ist. Fels ist Teil der Natur und daher entsprechenden Veränderungen unterworfen. Auch an den Battert habe ich es seit langem mal wieder geschafft, was mich besonders freute, denn die Kletterei dort mag ich

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Steinbruch Schriesheim

Neuigkeiten aus dem Steinbruch Schriesheim

Am verganenen Wochenende war es meinen Fingern noch etwas zu kalt, um die Klettersaison 2018 zu eröffnen, aber dennoch waren wir ein wenig im Schriesheimer Steinbruch unterwegs, denn es hat sich ein bisschen was getan. Im letzten Jahr hatte ich mich bei der AG Klettern und Naturschutz im Odenwald e.V. gemeldet, um dabei zu helfen den Steinbruch Schriesheims kletterbar zu halten, aber leider konnte ich den Arbeitseinsatz nicht in meinen Kalender bringen und wollte nun einfach sehen, was gemacht wurde. Vielleicht klappt es ja beim nächsten mal. Die erste Veränderung kann man schon beim Übergang von der ersten zur zweiten

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Winterruhe

Es ist still geworden auf dieser Seite, was maßgeblich am Winter liegt, denn zur stillen Zeit lege ich stets eine kleine Pause ein. Das Schöne daran ist, dass ich die Zeit zum Entwickeln neuer Ideen nutze und mich so immer wieder freue, wenn es im nächsten Frühjahr wieder richtig losgeht. Außderm nutze ich gerne die Zeit, um zu Überlegen, was am Material geändert werden muss und was vielleicht gewartet werden sollte. Wie zum Beispiel die Steigeisen, die ich neu gefeilt habe, um ihnen für das neue Jahr etwas mehr Biss zu geben. Zugegeben, es gibt schlimmere Abnutzungsspuren. Ines Papert, weltklasse

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Echte Hüttenromantik – Klostertaler Umwelthütte

Den Abschluss der alpinen Saison 2017 bildete eine kleine Tour in die Silvretta, wo ich mit Elena nach unserer Tour über die Nagelfluhkette im Frühsommer noch einmal gemeinsam in die Berge kam und wir außerdem bei bestem herbstlichem Wetter noch einmal etwas echte Hüttenromantik genießen konnte. Das gibt es nämlich noch durchaus in der stark erschlossenen Silvretta, denn unser Ziel, die Klostertaler Umwelthütte, ist eine herrlich gemütliche Selbstversorgerhütte, welche im Gegensatz zu den benachbarten hotelartigen Anlagen der Heidelberger Hütte oder der Jamtalhütte noch den echten rustikalen Charme besitzt, den man eigentlich in einer Alpenvereinshütte sucht. Dies wurde durch den Verein

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Grosser Diamantstock

Ende September ist normalerweise eine Übergangsphase: Die Hochtourensaison neigt sich dem Ende zu und es beginnt die Zeit für herbstliche Wanderungen oder Klettereien in nicht mehr ganz so hohen Lagen. Da ich die letzten beiden Wochen des diesjährigen Septembers in Japan verbrachte, ging ich nach meiner Rückkehr ins deutsche Schmuddelwetter davon aus, dass ich diese Phase ein wenig verpasst hätte und freute mich umso mehr, als plötzlich und unverhofft eine stabile Omegalage Anfang Oktober noch einmal eine Hochtour ermöglichte: Unser Ziel war der Grosse Diamantstock, dessen Ostgrat wir erklimmen wollten. Auf 1770 m Seehöhe stellten wir unser Auto unterhalb der

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Lenzspitze und Nadelhorn

Gross Bigerhorn, Balfrin, Ulrichshorn, Nadelhorn

Anfang September hatten wir großes Glück mit dem Wetter und konnten vier stabile Tage nutzen, um in den Walliser Alpen vier Tage lange Berge zu besteigen. Die Höhepunkte unserer Hochtour waren Gross Bigerhorn, Balfrin, Gemshorn, Ulrichshorn und Nadelhorn, aber auch alle Wege dazwischen waren landschaftlich phänomenal, äußerst abwechslungsreich und auch bergsteigerisch ansprechend. Zustieg zur Bordierhütte Unser Ziel in der Schweiz war Gasenried über St. Niklaus im Mattertal, wo wir kurz hinter dem Ortseingang auf der rechten Seite parken konnte. Unsere erste Herausforderung war es, eine Parkgenehmigung zu bekommen. Allen die ebenfalls von Gasenried zur Bordierhütte zusteigen wollen: Man bekommt diese

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Sauna auf der Heidelberger Hütte - 1

Vom Wegebau zur Gretchenfrage

Wie schon im Jahr 2016 war ich auch im August dieses Jahres erneut in der Silvretta, um dort ehrenamtlich mit der DAV Sektion Heidelberg das Wegenetz rund um die Heidelberger Hütte instand zu halten, auszubessern und teilweise sogar etwas neu zu gestalten. Entsprechend könnte eigentlich an dieser Stelle nun ein kurzer Beitrag zu den durchgeführten Arbeiten stehen, doch gleich zu Beginn der Arbeiten gab es ein Ereignis, dass mich in der Zeit danach intensiv beschäftigt hat und mir auch immer noch zu denken gibt: Als wir am ersten Einsatztag aufbrachen, bekam die Heidelberger Hütte eine Sauna angeliefert. Egal ob in

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Obere Ochsenscharte

Graue Silvretta: Von der Jamtalhütte zur Wiesbadener Hütte

Nach zwei wetterbedingt abgesagten Touren fand ich mich in bereits erprobter Begleitung Ende August auf der Bieler Höhe wieder. Nachdem wir im Ötztal aufgrund schlechter Sicht keinen Gipfelerfolg hatten, wollten wir einen weiteren Versuch wagen. Dieses mal in der Silvretta und mit hoffentlich besserem Wetter. Doch als wir von der Bieler Höhe starteten erwartete uns ein bekanntes Bild, denn die Wolken hingen tief und hüllten die uns umgebenden Gipfel ein, so dass vom Parkplatz am Stausee aus keiner der bekannten Gipfel zu sehen war. Weder Piz Buin, noch Silvrettahorn oder das direkt am See gelegene Hohe Rad waren sichtbar. Wir

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Bietschjoch

Lehrgeld am Bietschhorn

Mitte Juli wollten wir das Bietschhorn in den Berner Alpen auf seinem Westgrat ersteigen und hatten uns dafür einen schlichten Plan zurecht gelegt: Am Samstag gemütlich in die Schweiz fahren, an der Bietschhornhütte vorbei bis hinter das Bietschjoch aufsteigen, dort biwakieren, um am nächsten Tag über den Westgrat den Gipfel des Bietschhorns zu erreichen und anschließend nach Abstieg über den gleichen Weg zurück in die Kurpfalz zu fahren. Mit viel Ausrüstung im Gepäck machten wir uns auf den Weg und unser Plan sah vor, dass wir am frühen Abend im Bietschjoch sein wollten. Entsprechend fuhren wir nicht extrem früh los,

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