Schriesheim – Projekt 240

Endlich. Endlich habe ich es geschafft in den Steinbruch nach Schriesheim zu gehen, um dort zu klettern. Zwar sehe ich seit meinem Umzug in die Metropolregion Rhein-Neckar den Steinbruch jeden morgen von meinem Schlafzimmer aus, aber irgendwie gab es dennoch immer ein Problem, entweder mit Wetter oder Terminplan. Doch am letzten Wochenende war es dann soweit und rund drei Jahre nach meinem ersten Besuch fand ich mich am Fuße des ehemaligen Steinbruchs wieder. Zum Schriesheimer Steinbruch ist zu sagen, dass hier an Porphyrgestein geklettert wird, welches bis 1967 durch Sprengungen abgebaut wurde. Der dadurch entstandene Steinbruch besteht aus vier Wandstufen,

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Verpflichtender Kletterschein?

Vor einer Weile wurde ich durch einen Tweet von @aufundab.eu auf einen Artikel aufmerksam, der einmal mehr für jeden (Hallen-) Kletterer verbindlich einen Kletterschein fordert, beziehungsweise darüber berichtet, dass „Alpin-Experten“ bei einem einem Seminar des Kuratoriums für Alpine Sicherheit in Saalfelden im Pinzgau dies forderten. Ein solcher verpflichtender Kletterschein, ähnlich verbindlich wie ein Tauchschein (ebenfalls im Artikel angeführt), soll dazu beitragen, die Unfallhäufigkeit zu reduzieren und damit die Sicherheit zu erhöhen. Doch macht diese Forderung Sinn und wie häufig sind Unfälle in Kletterhallen überhaupt? Wenige Unfälle… In Kletterhallen geht es vergleichsweise sicher zu, denn die DAV Sicherheitsforschung hat im Herbst

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Sichern – mehr als das Verhindern von Bodenkontakt

Der Begriff Klettern ist ein Sammelbegriff und es ist daher nur nachvollziehbar, dass die Behauptung Klettern ist eine Risikosportart entsprechend allgemein und weit gefasst ist, schließlich hat Klettern viele Spielarten: Man kann in leichten Routen gut gesichert in der Halle oder in gut gesicherten aber schweren Routen am Fels klettern. Und wenn man es etwas riskanter mag, so kann man leichte oder gar schwere Routen am Fels free solo klettern, also völlig ohne Sicherungen. Betrachtet man nur Kletterhallen wurde festgestellt, dass dort allerdings für eine Risikosportart nur sehr wenige Unfälle passieren: Die DAV Sicherheitsforschung hat in einer Unterschung gezeigt, dass statistisch gesehen

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Bergliteratur: Kurt Diemberger – K2 – Traum und Schicksal

Kurt Diemberger ist neben dem an der Chogolisa (7668 m) verunglückten Hermann Buhl der einzige Mensch, der es geschafft hat zwei Erstbesteigungen an Achttausendern zu absolvieren: 1957 bestieg er erstmals (und gemeinsam mit Hermann Buhl) den Broad Peak (8051 m), drei Jahre später den Dhaulagiri (8167 m). Für sein alpinistisches Lebenswerk wurde Diemberger im Jahr 2013 mit dem Bergsteigerpreis des Piolet d’Or geehrt und daher war ich extrem gespannt, was Kurt Diemberger in seinem Buch K2 – Traum und Schicksal zu erzählen hat, denn es gilt mittlerweile als Klassiker der Alpinliteratur. Worum geht es? Kurt Diemberger beschreibt die Expedition zum Gipfel des

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That’s Ith – Klettern im Norden

Leider war ich in der letzten Zeit viel zu wenig zum Klettern gekommen, doch das verlängerte Wochenende des ersten Mai wollte ich mir auch durch das schlecht angekündigte Wetter nicht nehmen lassen. So saß ich am Tag der Arbeit also mit meinem Kletterpartner im Auto und fuhr durch durch den strömenden Regen in den Norden, wo wir uns am Ith mit einer zweiten Seilschaft verabredet hatten. Treffpunkt war der Campingpark Humboldt-See, der etwas mehr Infrastruktur als der eigentliche Campingplatz der Kletterer, der Ith Zeltplatz,  bietet. Gerade bei schlechtem Wetter ist dies von Vorteil, aber auch bei gutem Wetter gibt es mit dem Humboldtsee natürlich

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Bergliteratur: Lincoln Hall – Totgesagt

Lincoln Hall war ein australischer Bergsteiger, der unter anderem die Annapurna II (7963m), den K2 (8611 m) und den Makalu (8481m)  bestiegen hat. Diesen Besteigungen verdankt er seine Bekanntheit allerdings nicht, sondern viel mehr seiner im Grunde zunächst wenig spektakulären Begehung des Mount Everest (8848 m) als Dokumentarfilmer im Rahmen einer kommerziellen Expedition. Dort bekommt er auf dem Abstieg jedoch ein Höhenhirnödem und es wurde angenommen, dass er es nicht mehr lebend vom Berg schaffen würde. Wie durch ein Wunder und nur mit sehr fühl Glück konnte er nach einer Nacht am Limit dessen was der menschliche Körper auszuhalten vermag dennoch

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2. Donauwörther Stadtmeisterschaft im Klettern

Als ich am Samstag des 22. März auf den Parkplatz der Kletterhalle in Donauwörth fuhr, stellte ich erstaunt fest, dass noch zahlreiche Parkplätze frei waren: Zur 2. Donauwörther Stadtmeisterschaft im Klettern hatte ich mit etwas mehr Andrang gerechnet, doch ich war nur zeitig dran und am Ende der Anmeldung waren tatsächlich 81 Teilnehmer im Alter von 6 – 75 (!) gemeldet und lauschten gebannt den einführenden Worten des ersten Vorsitzenden der DAV Sektion Donauwörth, Werner Felkl. Der Modus war etwas eigen und lief nach folgendem Schema ab: 15 Boulder und 3 Routen waren abzuarbeiten, wobei es innerhalb von vier Stunden

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Bergliteratur: David Lama – Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich

David Lama ist ein junger (Jahrgang 1990) österreichischer Alpinist, der nach einer erfolgreichen Karriere im Wettkampfklettern damit begonnen hat, weltweit schwere alpine Routen zu klettern. Er wiederholte unter anderem Alexander Hubers Bellavista (11-) an der Nordand der westlichen Zinne und bestieg 2012 erfolgreich die Chogolisa (7668 m), den Berg, an dem Hermann Buhl 1957 ums Leben kam und dessen Gipfel seit 1986 niemand mehr erreicht hatte. Bekanntheit erlangte David Lama 2012, als er es schaffte erstmals die Kompressorroute am Cerro Torre (3128 m) in Patagonien frei zu klettern – und sein Buch handelt auch von dieser Begehung, welche auch als Film

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Saisonauftakt 2014 im südlichen Frankenjura

Am vergangenen Sonntag war es soweit, denn endlich konnte auch ich mit meinen kälteempfindlichen Fingern die Klettersaison 2014 eröffnen. Herrlicher Sonnenschein kommt Anfang März ja schon mal vor, aber Temperaturen knapp unter 20 °C im Schatten hatte ich nicht erwartet. Also bin ich so früh wie noch nie zuvor in meiner ja eher kurzen Laufbahn als Kletterer aus dem Winterschlaf aufgewacht und an den Fels gegangen. Das Ziel waren die Felsen des südlichen Frankenjuras, genauer gesagt die Felsen bei Aicha, unweit vom etwas bekannteren Konstein (meistens wird nicht zwischen den Gebieten Aicha und Konstein unterschieden, sondern nur von Konstein gesprochen).

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Aller Anfang ist schwer

Ovid wird es zugeschrieben, dass aller Anfang schwer sei und da dieser 43 vor Christus bis 17 nach Christus lebte wird er sich sicherlich nicht auf die Schwierigkeiten beim Schreiben eines ersten Blogeintrags bezogen haben. Dennoch hatte er recht – wahrscheinlich kennt auch deshalb jeder seine Feststellung – und es fällt mir ein wenig schwer den ersten Eintrag zu verfassen. Doch es hilft nichts und daher kurz an dieser Stelle eine Beschreibung dessen, was ich hier vorhabe und den Leser künftig erwartet. Seit dem Jahr 2004 bin ich regelmäßig als Läufer unterwegs und sechs Jahre später habe ich damit begonnen

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