Ausblick

Der letzte Streich am Muttekopf

Ende August fuhr ich mit meinem Kletterpartner in die Lechtaler Alpen, um dort am Muttekopf, genauer gesagt am Oberen Mutteturm in dessen Nordostgrat, Alpinklettern zu gehen. Zwar klettern wir schon eine ganze Weile gemeinsam und waren auch schon oft am Fels, doch im Gegensatz zu mir war er bisher noch nie alpin klettern. Diesen Umstand wollten wir ändern und die Route Der letzte Streich (5) war das Ziel, denn ohne sie zu kennen schien sie mir für den alpinen Einstieg geeignet: Gebohrte Stände, ab und zu mal ein Bohrhaken, nicht zu lang, gut erreichbar und dank schattiger Exposition ideal für

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Riesenstein

Feierabendkletterei am Riesenstein

In meinem letzten Beitrag hatte ich kurz erwähnt, dass mir Eichenprozessionsspinner beim Feierabendklettern in Ziegelhausen das Leben ganz schön schwer gemacht hatten. Mittlerweile kann ich hierzu berichten, dass befreundete Kletterer Anfang dieser Woche vor Ort waren und keine Nebenwirkungen davongetragen haben. Entweder diese sind sind weniger empfindlich als ich, oder aber die Situation hat sich etwas beruhigt. Da ich selbst aber nicht riskieren wollte erneut juckenden Ausschlag zu bekommen, war ich zum Feierabendklettern an einem anderen Fleck unmittelbar bei Heidelberg, dem Riesenstein. Der Riesenstein ist unmittelbar am Ortsrand Heidelbergs, sehr gut mit dem Auto und richtig gut mit dem Bus

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Ziegelhausen

Klettern mit Nebenwirkungen – Feierabendkletterei in Ziegelhausen

Am Feierabend in Ziegelhausen im Odenwald zu Klettern ist eine naheliegende Idee, denn der Fels ist gut zu erreichen (mit Auto, Rad oder Zug!), der Zustieg ist kurz, meist ist am Fels wenig los und schattig ist es auch noch, so dass man lange Sommerabende nutzen kann. Auch wenn ich derzeit etwas mit Verletzungen zu kämpfen habe, war ich am vergangenen Montag nach Feierabend vor Ort und konnte dort auch zunächst richtig angenehm klettern. Nach etwa einer halben Stunde bemerkte ich allerdings ein Jucken und dieses begleitete mich den Rest des abends, bis ich zu Hause wieder angekommen feststellte, dass

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Kampenwand

Kampenwand Überschreitung

Auf die Überschreitung der Kampenwand kam ich durch einen Flyer, den ich bei meinem Besuch der Reel Rock Tour im vergangenen Jahr erhalten hatte  – und da mein Tourenpartner ebenso bei der Reel Rock Tour mit dabei gewesen war und auch den Flyer bekommen hatte, mussten wir nicht lange nach dem nächsten Ziel suchen und waren uns schnell einig. Einzig über die Vorgehensweise mussten wir etwas diskutieren, denn von der Idee die Kampenwandseilbahn zu nutzen hielt ich nicht viel. Am Ende willigte ich allerdings doch ein und unser Plan sah eigentlich recht entspannt aus: Anfahrt mit der Bahn nach Aschau

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Klettern in der Pfalz und im Odenwald

Die Wettervorhersage meinte es gut mit uns: Für das ab dem Vatertag beginnende verlängerte Wochenende waren warme Temperaturen ohne Niederschläge angekündigt und dieses perfekte Kletterwetter nutzten wir, um in der Pfalz zu klettern. Irgendwie hatte ich es seit meinem Umzug nach Heidelberg vor etwa zwei Jahren noch nicht so richtig in die Pfalz geschafft – zu viel gab es in der unmittelbaren Nähe Heidelbergs zu unternehmen. Immerhin war ich vor einem Jahr schon einmal im Steinbruch in Gimmeldingen, aber mit dem was man unter Klettern in der Pfalz eigentlich versteht hat Gimmeldingen nicht viel gemeinsam: In der Pfalz klettert man

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Saisonauftakt 2016 – Schriesheim im Frühjahr

Still ist es hier geworden, was maßgeblich daran liegt, dass ich mit dem Winter nur sehr wenig anfangen kann. Sportlich habe ich den Winter zur Kräftigung genutzt. Ein gestärkter Rücken schadet nicht, wenn man im Sommer einen (schweren) Rucksack durchs Gebirge tragen will – und weil ich auch nicht mehr ganz der Jüngste bin, verlangt das ein oder andere Gelenk mittlerweile nach gezieltem Training. Ansonsten war ich eher passiv und mein größtes wintersportliches Highlight sah wie folgt aus: Doch mittlerweile sind die Temperaturen milder geworden und die Sonne lässt sich schon wieder länger blicken. Am vergangenen Wochenende war es entsprechend

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Westgrat Gehrenspitze

Ein kleiner Nachtrag zu einer Tour, die ich beinahe vergessen hätte, denn sie stand quasi am Beginn der alpinen Saison 2015 und liegt damit schon eine ganze Weile zurück: Mit dem Zug ging es aus der Kurpfalz in 4,5 Stunden nach Musau unterhalb des Raintals und ein bisschen hatte ich ja schon das Gefühl, in der Wildnis ausgesetzt zu werden: Von Kempten aus fuhr uns ein Dieseltriebzug der Baureihe 642 Richtung Reutte und unseren Haltewunsch in Musau mussten wir, wie in einem Bus, durch Drücken eines Knopfs mitteilen… In Musau gibt es nur ein Gleis, keine Bank, keinen Fahrkartenautomat, kein

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Frankenjura

Mit guten Traditionen sollte man nicht brechen und weil ich normalerweise einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende in den Frankenjura fahre, ging es auch in diesem Jahr in den Frankenjura. Der Frankenjura ist Deutschlands größtes Klettergebiet und nordöstlich von Nürnberg, in der Fränkischen Schweiz und der Hersbrucker Alb, zwischen den Städten Nürnberg, Bamberg, Bayreuth und Amberg finden sich mehr als 10 000 Routen an meist kleinen im Wald versteckten Türmen und Massiven aus Kalkstein. Weltbekannte Routen wie Wallstreet oder Action Direct wurden Ende der Achtziger und Anfang der Nenunziger von weltbekannten Kletterern wir Kurt Alber und Wolfgang Güllich begangen.

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Klettern im Tannheimer Tal

Das Tannheimer Tal ist weithin bekannt für seine alpine Kletterei – oder vielmehr für die Kletterei in alpinem Gelände, denn der Großteil der Routen an Gimpel, Roter Flüh, Hochwiesler, Zwerchwand und co. ist gut mit Bohrhaken abgesichert und daher gar nicht so sehr alpin. Lediglich die Länge, sowie das Panorama und die Errechbarkeit der Routen unterscheiden sich von Sportkletterngebieten mit Kalkfelsen. Vom Tannheimer Tal hatte ich viel gehört und da ich noch nie vor Ort gewesen war, befand ich, dass die Zeit gekommen war diesen Umstand zu ändern. Mit meinem Kletterpartner aus Schwaben fuhr ich also gemeinsam ins Tannheimer Tal,

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Klettern am Hohenstein im Odenwald

Letztlich war glaube ich mehr das Gestein als die Kletterei der Grund, weshalb ich unbedingt zum Klettern an den Hohenstein bei Reichenbach im Odenwald wollte. Sandstein, Kalk, Dolomit, Gneis und Granit kennt jeder, doch was ich mir unter „Quarzitgestein“ vorstellen sollte wusste ich nicht so recht. Laut Odenwälder Kletterführer von Panico würde mich aber genau das am Hohenstein im Lautertal erwarten, denn dieser stellt mit dem unweit ebenso bei Reichenbach gelegenen Borstein einen Teil eines silifizierten Reichenbach-Baryt-Ganges dar (siehe auch hier). Der Zustieg war schnell erledigt, ab Ortsrand dauert es unter zwanzig Minuten bis an den Fels, der schräg geschichtet

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