Überschreitung Großer und Kleiner Solstein – Hohe Warte – Hintere und Vordere Brandjochspitze

Meine ersten drei Tage im Karwendel lagen noch keine Woche zurück (siehe hier und da), da saß ich erneut im Zug und war auf dem Weg nach Süden. Noch immer war Schienenersatzverkehr zwischen Uffing am Staffelsee und Innsbruck, so dass ich in Zirl aus dem Bus stieg, um von dort aus zu meinem Ausgangspunkt, dem Abzweig Hochzirl, zu gelangen. Zwei Kleinbusse mit jeweils insgesamt neun Sitzen transportierten eine Reisegruppe mit 18 Teilnehmern und mich nach Hochzirl, da dies mit dem normalen Bus des Schienenersatzverkehrs auf den engen Straßen wohl nicht ohne Weiteres zu möglich wäre (richtig, wer das mit den

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Überschreitung Rumer Spitze und Gleirschspitze

Nach der Überschreitung von Stempeljochspitzen, Rosskopf und Hinterer Bachofenspitze am Vortag sah mein Plan vor, von der Pfeishütte (1922 m) aus die Rumer Spitze (2454 m) von Ost nach West zu überschreiten und anschließend über die Arzler Scharte nach Innsbruck zur Heimreise abzusteigen. Am Ende würde es etwas anders kommen, aber der Reihe nach. Wie schon am Tag zuvor verlies ich die Pfeishütte pünktlich um 7 Uhr, nachdem ich mich zuvor ordentlich mit von den Hüttenwirten hausgemachtem Haselnuss-Schokoladen-Brotaufstrich gestärkt hatte. Wegen dieses köstlichen Aufstrichs lohnt sich das späte Frühstück. Der Weg von der Pfeis zum Ostgrat der Rumer Spitze ist

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Überschreitung Stempeljochspitzen – Rosskopf – Hintere Bachofenspitze

Zugegeben, meine Beine hatten sich schon einmal frischer angefühlt: Als ich am ersten Montag des Augusts in Scharnitz aus dem Zug, oder genau genommen aus dem den Zug ersetzenden Bus des Schienenersatzverkehrs, ausstieg, merkte ich noch immer den Heidelbergman Triathlon, bei dem ich einen Tag zuvor in der Firmenstaffel als Läufer teilgenommen hatte. 160 Höhenmeter auf- und ebenso 160 Höhenmeter abwärts, verteilt auf zehn Kilometer Asphalt und Schotter bei brütender Hitze sorgten doch für wieder Erwarten schwere Beine. Dennoch machte ich mich auf den Weg zur Pfeishütte (1950 m) im Karwendel, wo ich zwei Tage zum Bergsteigen nutzen wollte. Doch zunächst

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Überschreitung Kleiner Waxenstein und Großer Waxenstein

Am zweiten Samstag im Juli dieses Jahres klingelte mein Wecker früh. Sehr früh – um 0:30 Uhr. Selbst für eine Hochtour auf einen 4000er in den Westalpen ist dies eine extrem frühe Uhrzeit, doch mich zog es weder auf einen 4000er, noch auf in die Westalpen. Stattdessen war die Überschreitung des Kleinen und Großen Waxensteins (2136 m/2277 m), sowie des Zwölferkopfs (2226 m) das Ziel. Am Ende würde es etwas anders kommen als geplant, aber dazu später mehr. Um 1:19 Uhr morgens stieg ich jedenfalls in den zu meiner Überraschung gut gefüllten ICE 619 und fuhr gen München, um in

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Hochtour im Berner Oberland – Rosenhorn

Das vergangene Wochenende war eines der heißesten in Deutschland und dank einer Omega-Wetterlage herrschte stabiles Wetter über den Alpen. Einziger Haken war die mit dem Tagesverlauf zunehmende Gefahr von Gewittern infolge der Quellwokenbildung, doch das hinderte uns nicht daran die erste Hochtour des Jahres anzugehen. Ziel war die Dossenhütte (2663 m) im Berner Oberland, von wo aus wir über den Südostgrat zum Rosenhorn (3688 m) aufsteigen und anschließend über die Glecksteinhütte Richtung Grindelwald wieder absteigen wollten. Mit dem Auto ging es aus der Kurpfalz kommend nach Luzern und von dort aus weiter in Richtung Grimselpass, doch bevor wir diesen erreichten

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Make Your Own Gear – Biwaksack

Wenn man eine alpine Tour angeht gehört ein Biwaksack in jeden Rucksack. Ein Wetterumsturz kann trotz mittlerweile guter Prognosen immer auftreten und auch wenn das Wetter stabil bleibt kann es durchaus sein, dass man etwas mehr Schutz benötigt. Zum Beispiel wenn es zu einem Unfall kommt und ein Abtransport des Verletzten nicht sofort möglich ist. Bricht dann die Nacht ein, ist man um jede Lage Stoff, die vor der Außenwelt schützt, dankbar. Da ich bei meinen Hochtouren bisher immer in Hütten übernachtet habe, hatte ich stets nur einen kleinen Notfallbiwaksack dabei, den ich – toi toi toi – bisher noch

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Überschreitung Partenkirchner Dreitorspitzen

Die letzten beiden Wochenenden habe ich im Wetterstein verbracht und die Tage dort hätten unterschiedlicher nicht sein können. Einzige Gemeinsamkeit war wohl das hervorragende Wetter. Ende September war ich im Rahmen einer Hochzeit auf dem Kreuzjochhaus und auch wenn ich normalerweise für etwas Purismus in den Bergen bin muss ich sagen, dass das exakte Gegenteil davon mir eigentlich auch ganz gut gefällt. Wann sonst kann man nach dem Aufstehen in den Bergen in einen Pool springen und ein Bergpanorama genießen?! Als ich dort im Pool den Morgen genoss schaute ich mir auf der gegenüberliegenden Seite des Reintals die Partenkirchner Dreitorspitzen

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Überschreitung Kleiner Widderstein

Eine Arbeitskollegin hatte sich vor einiger Zeit dafür interessiert, wie groß ein Rucksack mit 45 l Fassungsvermögen wirklich sei und daher hatte ich ihr einen Gefallen getan und meinen Hochtourenrucksack mit zur Arbeit genommen, quasi zur Anschauung. Dabei wollte der Zufall es, dass ich kurz vor meinem Büro auf den Rucksack angesprochen wurde und schnell stellte ich fest, dass nur ein paar Bürotüren weiter in einer anderen Abteilung auch jemand sitzt, der gerne in die Berge geht. Schnell waren wir uns einig, dass wir unbedingt eine Tour zusammen gehen wollten und hatten auch ebenso schnell ein paar mögliche Termine. Leider

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Hochtourenwoche 2014 – Berner Oberland/Wallis

August ist Hochtourensaison und entsprechend habe ich die erste Woche des Sommermonats im Berner Oberland und im Wallis verbracht, um dort in Fels und Eis auf Bergen zu kraxeln. Dass es mit der Tour tatsächlich geklappt hat, hat mich selbst ein wenig verblüfft, denn dieses Jahr läuft sportlich alles andere als rund für mich und dutzende kleine Zwangspausen werfen mich regelmäßig zurück. Auch direkt vor der schon lange geplanten Hochtourenwoche schien mit der Verletzung am Fuß noch alles ganz kurz vor der Abfahrt für mich ins Wasser zu fallen, doch letztlich saßen wir am ersten Monat im August morgens um

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Große Krottenkopfrunde und Wolfebnerspitze

Am vergangenen Brückentag ging es nach Tirol, um dort von Elbigenalp ausgehend die große Krottenkopfrunde zu begehen. Der Name der Tour legt es dabei schon nahe, dass das Hauptziel der Große Krottenkopf (2656 m) war, der mit dieser Höhe als der höchste Berg der Allgäuer Alpen gilt. Dieses Prädikat sorgt in Kombination mit demleichten Aufstieg über die Krottenkopfscharte dafür, dass man am Krottenkopf nicht gerade alleine ist und vor allen Dingen eine Übernachtung auf der Hermann von Barth Hütte (2131 m) rechtzeitig ankündigen sollte, sofern man diese Hütte in seine Pläne einbeziehen möchte. Zwar eignet sich die große Krottenkopfrunde mit

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