25 Jahre Klostertaler Umwelthütte

Die Silvretta verbinde ich mit zahlreichen schönen Erinnerungen, denn dort war ich schon mehrfach auf tollen Touren gewesen und auch meine Hochtourenausbildung hatte ich vor einigen Jahre auf der Wiesbadener Hütte absolviert, so dass ich durchaus sagen kann, dass dort der Grundstein für zahlreiche Bergtouren gelegt wurde. Kein Wunder also, dass unsere Wahl auf die Silvretta fiel, als wir im September ein wunderschönes Herbstwochenende mit Freunden verbringen wollten, die zuvor noch nicht (viel) im (Hoch-) Gebirge unterwegs gewesen waren. Mit der Klostertaler Umwelthütte, der meiner Meinung nach schönsten Hütte in der Silvretta und eine meiner Lieblingshütten insgesamt, gibt es in

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Mittagshorn und Glarner Vorab

In den Bergen kommt es öfters anders als man denkt und auch uns erging es so, denn aus dem was wir als leichte, beziehungsweise kurze Hochtour angedacht hatten, wurde letztlich eine alpine Wanderung. Zwar eine sehr abwechslungsreiche, aber eben beinahe ohne Gletscher. Doch der Reihe nach. Die Tourenplanung gestaltete sich aufgrund verschiedener logistischer Anforderungen gar nicht so einfach, aber letztlich entdeckte ich auf der Homepage der Martinsmadhütte des SAC die Beschreibung des Normalwegs zum Glarner Vorab. Die Tour wurde als leicht bewertet und man solle den Gletscher am Vorab “ nur mit der nötigen Ausrüstung und mit Vorsicht“ begehen. Also

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Im Gewitter im Ötztal

Anfang August fuhren wir ins Ötztal, um dort in einer kleinen Runde von Vent aus die umliegenden Hütten, sprich Hochjochhospiz, Similaunhütte und Schöne Aussichten Hütte zu verbinden. Das Wetter war von Anfang eher mäßig angekündigt, aber immerhin versprachen die Vormittage stabil zu sein, so dass es für eine Tour von Hütte zu Hütte eigentlich reichen sollte. Letztlich würde es aber etwas anders kommen. Wir parkten das Auto am Ortseingang von Vent und marschierten zunächst auf der linken Seite der Rofenache wie schon im Jahr zuvor in Richtung Hochjochhospiz, welches wir nach zweieinhalb Stunden (ebenso wie schon im Jahr zuvor) erreichten.

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Diablon des Dames und Bishorn

Das Bishorn mag über den Normalweg einer der leichtesten Viertausender der Alpen sein, aber es ist sicherlich einer der ehrlichsten: Vom Ausgangsort Zinal kommend hat man rund 1600 Höhenmeter bis zur Cabane de Tracuit (3256 m) vor sich, danach noch weitere 900 Höhenmeter bis zum Gipfel des Bishorns (4153 m) – und keinen einzigen dieser Meter kann man durch Zuhilfenahme einer Bahn abkürzen: Jeder Höhenmeter will erarbeitet werden. An einem Samstag im Juli fuhren wir zu fünft nach Zinal und von Heidelberg aus war die Anreise lang, so dass sich irgendwann zunehmend abzeichnete, dass wir den mit 4,5 – 5

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Wanderung im Karwendel – Zur Pfeishütte

Zugegeben: Beim Stichwort „Junggesellenabschied“ denkt man eher an Saufgelage und Bauchläden, als an Wanderungen im Gebirge. Aber dass es auch anders und sehr zivilisiert geht, zeigten wir Anfang Juli, als wir zu einem gemeinsamen Bergwochenende ins Karwendel aufbrachen, um dort zur Pfeishütte aufzusteigen und dort zu nächtigen. Es war der Wunsch des Bräutigams gewesen, ins Gebirge aufzubrechen und da ich als einziger unserer Gruppe schon einmal auf einer Hütte gewesen war, wurde auch mir die Aufgabe zuteil das Wochenende etwas zu planen. Meine Wahl fiel dabei aus mehreren Gründen auf die Pfeishütte, auf welcher ich schon mehrfach war: Zum einen

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Absamer Klettersteig und Bettelwurfhütte

Die Planung eines Bergwochenendes zu Pfingsten gestaltete sich leider deutlich schwerer als gedacht, denn zwischen Winter- und Sommersaison waren noch viele Hütten geschlossen und die Altschneesituation trug auch nicht zur Verbesserung unserer Optionen bei. Also beschlossen wir nach Innsbruck zu fahren, um dort zunächst einen schönen Tag in der Stadt zu verleben und am nächsten Tag über den Absamer Klettersteig zur Bettelwurfhütte aufzusteigen. Die lokalen Verhältnisse würden uns dann zeigen, ob am Folgetag noch eine Besteigung des Großen Bettelwurfs möglich wäre. Innsbruck beeindruckt durch seine Nähe zur Nordkette des Karwendels, egal wo man steht sieht man im Hintergrund die Kulisse

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Ras Bwahit – Trekking in den Simien Mountains

Mangels der Fähigkeit Ski zu fahren bin ich normalerweise im Winter nicht in den Bergen, doch zu Beginn dieses Jahres war alles ein wenig anders, denn wir verbrachten unseren Urlaub in Äthiopien und hatten unseren Aufenthalt dort auch zum Trekking in den Simien Mountains genutzt. Äthiopien liegt ausgesprochen hoch, denn 50 Prozent seiner Fläche liegen höher als 1200 Meter, mehr als 25 Prozent über 1800 Meter und mehr als 5 Prozent erreichen sogar Höhen über 3500 Meter. Damit war für uns von Beginn der Urlaubsplanung an klar, dass wir unbedingt einen Teil unserer Reise im Hochland verbringen wollten und nach

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Vorder Tierberg und Sustenhorn

Dank des guten Herbstwetters konnten wir das letzte Septemberwochenende nutzen und in die Schweiz aufbrechen, um in den Urner Alpen die für uns wohl letzte Hochtour des Jahres 2018 anzugehen. Unser Ziel war der Sustenpass, genauer gesagt die Tierberglihütte, wo wir im Zustieg den Vorder Tierberg bestiegen und am Folgetag das Sustenhorn.Vom Parkplatz Umpol aus brachte uns der Wanderweg (Schwierigkeit T4) in sehr direkter Linie auf das Tierbegli, den massiven Felsvorbau auf dem auch die gleichnamige Hütte liegt. Kurz vor Erreichen der Hütte schwenkten wir allerdings nach Westen auf den Steigletscher und zogen die Steigeisen an, denn vor unserer Ankunft

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Fründenhorn

Rund um den Oeschinensee beim von der Kurpfalz aus gut erreichbaren Kandersteg in der Schweiz gibt es einige schöne Berge, die es sich lohnt zu besteigen: Doldenhorn mit Galletgrat, Oeschinenhorn, Blüemlisalphorn und auch das Fründenhorn, welchem wir uns annahmen. Vom Oeschinensee zur Fründenhütte Unser Auto parkten wir beim Parkplatz an der Gondelseilbahn zum Oeschinensee, jedoch entschieden wir uns aufgrund des recht happigen Preises für die Bahn und der nur wenigen Höhenmeter, welche wir uns dadurch sparen würden, dazu den Fußweg zu nehmen und auf die Bahn zu verzichten. 20 CHF für 400 Höhenmeter waren für den Schwaben in mir zu

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Sonklarspitze – Müllerhütte – Wilder Pfaff – drei Tage im Stubai

Ab und an sind nicht die Gipfel das Ziel, sondern andere Dinge. So stand bei unserer Dreitagestour im Stubai auch die Müllerhütte im Vordergrund, wobei Sonklarspitze und Wilder Pfaff auf dem Weg dahin und von dort zurück lagen und von uns dankbar mitgenommen wurde. Mit etwas mehr Zeit im Gepäck wäre auch das Zuckerhütl noch eine Option gewesen, aber aus der Kurpfalz kommend und auch dorthin wieder zurückfahrend war dies letztlich nicht möglich. Auf die Müllerhütte selbst wurde mein Tourenpartner durch das Büchlein Wilde Hütten – 20 einzigartige Berg-Refugien ohne Dusche oder WLAN von Mountain Wilderness e.V. aufmerksam. Die Hütte,

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