Klettern innerhalb eines Naturschutzgebiets erfordert ein gewisses Mindestmaß an Rücksichtnahme und es ist daher nur absolut nachvollziehbar, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe die Erlaubnis im Schriesheimer Steinbruch zu klettern an einige Auflagen geknüpft hat. Die dabei leider am häufigsten missachtete Auflage ist sicherlich das Zustiegsgebot, welches besagt, dass der Schriesheimer Steinbruch nur von unten und nur über die Steighilfen betreten werden darf. Ein Verlassen über die vermeintlichen seitlichen Abgänge ist nicht erlaubt, was jedoch angesichts der Tatsache, dass es von den oberen Ebenen nur wenige Meter von den seitlichen Rändern zu den nächsten Wanderwegen sind, nicht auf sehr viel Akzeptanz stößt. Dennoch gilt es für alle Kletterer diese Regelungen zu beachten, da ansonsten die Sperrung des Klettergebiets droht – ob man diese Regelungen nun einsieht, oder nicht.

Ob die Akzeptanz solcher Regelungen gesteigert wird, wenn das Regierungspräsidium die Landschaftspflege des Naturschutzgebiets in Auftrag gibt und das Ergebnis dabei etwas mehr nach roher Gewalt als nach gefühlvollem Eingriff in eine schützenswerte Landschaft aussieht, wage ich jedoch zu bezweifeln:

Vielleicht wäre hier, in mehrfacher Hinsicht, etwas mehr Fingerspitzengefühl von Nöten gewesen, denn ganz eingängig ist das Vorgehen in einem Naturschutzgebiet zumindest für mich nicht.

In diesem Sinne,
Martin

P.S: Bitte beachten, dass der rechte obere Bereich wegen Vogelbrut wie zu Jahresbeginn üblich gesperrt wurde.

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