Genau eine Woche nachdem ich meine Kenntnisse rund um das Thema Erste Hilfe aufgefrischt hatte, stand erneut eine kleine Weiterbildung auf dem Plan, bei der es dieses mal um das Thema Orientierung mit Kompass und Karte ging. Beim genaueren Nachdenken hat es mich fast ein wenig überrascht, aber bisher war ich mit diesem Thema eigentlich nicht richtig in Berührung gekommen, auch nicht während der Hochtourenausbildung. Das liegt sicherlich daran, dass man im Normalfall bei Hoch- oder Bergtouren nicht darauf angewiesen ist, nach Marschzahlen zu gehen, den Standpunkt per Peilung zu bestimmen oder die Koordinaten von der Karte abzulesen. Spätestens aber wenn ein Notfall eintritt oder man die Orientierung verloren hat, können einem diese einfache Grundlagen weiterhelfen – insbesondere dann, wenn GPS Gerät und Handy schon stundenlang verzweifelt genutzt wurden und der Akku langsam aber sicher leer zu werden droht…

Der von mir besuchte Kurs wurde durch die DAV Sektion Heidelberg veranstaltet und wäre das Wetter zunächst nicht so schlecht gewesen, wären größere Teile des Kurses im Freien abgehalten worden. So aber begnügten wir uns zunächst mit der Theorie, bevor wir gegen Ende des Kurses doch noch ins Freie gelassen wurden, um unser theoretisches Wissen praktisch zu nutzen.

Bei der Arbeit mit Kompass und Karte gibt es meiner Meinung nach drei elementare Dinge, die man beherrschen sollte: Das Ablesen der Koordinaten bei bekanntem Standpunkt, das bestimmen des Standpunkts durch Peilung (Kreuzpeilung oder auch rückwärts einschneiden genannt), sowie das Gehen nach Marschzahlen. Man kann natürlich noch ein bisschen mehr machen, aber diese drei grundlegenden Dinge helfen im Notfall weiter.

Kai Sackmann hat dies übrigens alles sehr schön und leicht verständlich in einer zwölfteiligen Serie bei Youtube zusammengefasst:

 

Wie immer gilt allerdings: Übung macht den Meister, denn damit im Notfall alles sitzt, sollte man regelmäßig üben. Entsprechend werde ich die ersten Touren der Saison dazu nutzen, die Alpen neu zu vermessen…

In diesem Sinne

Martin

 

 

 

 

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