Alexander Hubers Vortrag „Im Licht der Berge“

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Am vergangenen Donnerstag war Alexander Huber zu Gast in Heidelberg, um dort seinen Vortrag „Im Licht der Berge“ zu halten. Keine Frage, das wollte ich mir nicht entgehen lassen und so ging es nicht nur mir, denn die Stadthalle war gut besucht. Zu seiner Person muss man nicht viel sagen, denn er zählt, gemeinsam mit seinem älteren Bruder Thomas, zu den bekanntesten Kletterern der Welt. Der breiten Öffentlichkeit wurden Sie durch den im Jahr 2007 veröffentlichten Film „Am Limit“, in dem die beiden versuchen die Route The Nose am El Capitan im Yosemite Valley in einer neuen Bestzeit zu klettern.

Während der Dreharbeiten zum Film erreichten die beiden ihr Ziel zwar nicht (die Bestzeit knackten die beiden erst ein Jahr später), aber dennoch wurden die Huberbuam in der Öffentlichkeit so bekannt, dass sie ein paar Jahre später für Süßigkeiten zu Werbefiguren wurden und auch im absoluten Flachland bekannt sein dürften.

Tolle Bilder von den Bergen und der sie umgebenden Natur. Man muss (glaube ich) nicht unbedingt ein Kletterer sein, um die Faszination der Berge zu spüren.
Tolle Bilder von den Bergen und der sie umgebenden Natur. Man muss (glaube ich zumindest) nicht unbedingt ein Kletterer sein, um die Faszination der Berge zu spüren.

Der Vortrag von Alexander Huber gliederte sich in zwei Teile, wobei der erste eine bunter Mischung aus vergangenen Projekten war und auch einige recht alte Bilder zeigte. Es ging um Kletterei in Patagonien, der Antarktis und auch um schwere Routen in den Alpen. Dabei wurden die Bilder immer wieder von kurzen Videosequenzen unterbrochen und er hat mit viel Humor seine Anekdoten  zu den Begehungen erzählt.

Die Möglichkeit ein Autogramm zu erhalten und sich Bücher sigieren zu lassen gab es in der Pause, sowie nach dem Vortrag.
Die Möglichkeit ein Autogramm zu erhalten und sich Bücher sigieren zu lassen gab es in der Pause, sowie nach dem Vortrag…
... und ich habe sie genutzt!
… und ich habe sie genutzt!

Den kompletten zweiten Teil füllte ein aktuelleres Projekt, nämlich die Bavarian Direct. Die beiden fuhren nach Kanada, wo sie am Mount Asgard auf Baffin Island die Bayrische Direttissima (7/A3 bzw. frei 5.13b/10-/8a+) frei klettern wollten. Auch hier gab es immer wieder Videoeinspielungen und durch die lebhafte Erzählung von Huber war es richtig spannend zuzuhören. Insbesondere weil ich mich nicht mehr erinnern konnte, ob sie der Route am Ende tatsächlich eine Rotpunktbegehung abrungen konnten, war die Geschichte wirklich packend.

Am Ende des Vortrags, nach dem es berechtigt viel Applaus gab, setzten er dann noch zu einem kurzen persönlichen Statement an, in dem er jeden ermutigte sein eigenes Abenteuer zu suchen. Es sei egal, ob man eine Route im dritten, vierten oder elften Schwierigkeitsgrad klettern könne, denn was zählt sei am Ende das persönlich Erlebnis. Dem ist denke ich nichts hinzuzufügen.

Insgesamt kann ich den Vortrag wirklich wärmstens empfehlen. Es gibt packende Geschichten zu hören, viel Humor und wirklich tolle Bilder aus den Bergen, die einfach jeden in den Bann ziehen. Das liegt sicherlich viel daran, dass Alexander Huber ein guter Erzähler ist und man seine Faszination für die Berge sofort erkennt, beziehungswiese sie zum Publikum überspringt. Ebenso empfehlen kann ich übrigens auch Alexander Hubers Buch „Der Berg in mir„, das er mir freundlicherweise signiert hat. Das autobiografische Buch hatte ich schon vor einer ganzen Weile gelesen und ist deshalb so interessant, weil er einige richtig extreme Dinge geklettert ist, die der breiten Öffentlichkeit nicht ganz so bekannt sind. Zum Beispiel die Free-Solo-Begehung der Route Kommunist (8b+/10+!). Man erfährt auch, dass er zwar als erster Mensch gilt, der den oberen elften Grad (XI+/9a+) kletterte, aber dennoch sehr nervös vor den Prüfungen zum Berg- und Skiführer war. Wirklich lesenswert und kurzweilig geschrieben.

In diesem Sinne

Martin

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