Es gibt intelligentere Dinge, als bei Temperaturen von rund 30 °C im Schatten nach Schriesheim zu fahren, um dort im Steinbruch zu klettern. Aber auf der anderen Seite gibt es auch Schlimmeres und so war mir am letzten Sonntag schon im Vorfeld klar, dass es mal wieder eine Hitzeschlacht werden würde. Mit dem Fahrrad ging es in den Steinbruch und dort konnte ich direkt das bestätigt sehen, wovon ich bei meinem letzten Besuch bereits berichtet hatte: Der Fels ist teilweise sehr brüchig und beim Vorbeigehen an einer der Routen vom letzten Ausflug merkte ich, dass eine markante Schuppe am Einstieg einfach weggebrochen war. Auch wenn in Schriesheim nur Sportklettern und kein Alpinklettern betrieben wird, ein Helm sollte hier nie fehlen!

Die Quarzporphyrwände des Schriesheimer Steinbruchs in der vollen Spätnachmittagssonne.
Die Quarzporphyrwände des Schriesheimer Steinbruchs in der vollen Spätnachmittagssonne.

Eigentlich wäre es beinahe ein ganz normaler Klettertag ohne besondere Vorkomnisse gewesen, aber letztlich gab es dann doch eine kleine Besonderheit: Eine junge Klettererin hatte sich in einer Route festgebissen – sowohl der letzte, als auch der nächste Haken waren ein gutes Stück außer Reichweite und sie war etwas vom Mut verlassen worden. Weder vorwärts noch rückwärts war keine Option. Dankbar bejahte sie daher meine Frage ob ich ihr helfen könne und so kletterte ich über eine benachbarte Route zu ihr und sorgte dafür, dass sie sicher abgelassen werden konnte. Nicht nur für die Pfadfinder, sondern auch für Kletterer gilt: Jeden Tag eine gute Tat…

In diesem Sinne

Martin

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