Am Battert, hoch über Baden-Baden, wird schon seit dem späten neunzehnten Jahrhundert geklettert und da ich jetzt wieder in der Nähe wohne, war es für mich mal wieder höchste Zeit, mich an diese traditionsreichen Felsen zu begehen, an denen auch schon Reinhard Karl und Ralf Dujmovits aktiv waren. Wie an einer Perlenschnur finden sich am Berg über Baden-Baden Felsmassive direkt nebeneinander und der Großteil davon darf beklettert werden.

Die Battertfelsen bei winterlicher Vegetation - ein Kletterfels neben dem anderen. Rechte am Bild: Rainer Lück (http://1rl.de/, CreativeCommons BY-SA 3.0 - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)
Die Battertfelsen bei winterlicher Vegetation – ein Kletterfels neben dem anderen. Rechte am Bild: Rainer Lück (http://1rl.de/, CreativeCommons BY-SA 3.0 – http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Der Battert ist für seine spärliche Absicherung bekannt und aus genau diesem Grund wollten wir auch an die dortigen Felsen: Es finden sich dort nämlich zahlreiche (einfache) Routen, die man perfekt selbst mit mobilen Sicherungsgeräten  absichern kann. Mittlerweile gibt es dort natürlich auch gut abgesicherte Routen, aber in den Wegen mit nur einem oder zwei Haken auf 30 m Kletterlänge kommt man natürlich weniger in die Versuchung, doch die vorhandene Sicherung zu nutzen. Außerdem ist das Gestein am Battert unheimlich dankbar, denn es gibt wirklich viele Möglichkeiten Keile und insbesondere Friends zu setzen. Da es teilweise eben auch recht gut gesicherte Routen am Battert gibt, hat man auf die schlechter gesicherten oder komplett freien Routen natürlich deutlich weniger Ansturm.

Zwei (nicht zu bekletternde) Türmchen am Battert
Zwei (nicht zu bekletternde) Türmchen am Battert

Zwar waren wir in nur wenigen Routen unterwegs, denn diese sind lang und das Absichern kostet einfach Zeit, aber letztlich war es dennoch ein lohnender Tagesausflug an die Felsen. Diese kann man übrigens auch gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichen: Mit dem Bus kann man vom Bahnhof aus zur Haltestelle Ebersteinburg/Wolfsschlucht fahren, oder aber direkt von der Altstadt, die ebenfalls mit dem Bus vom Bahnhof aus erreichbar ist, zusteigen.

  • Kletterführer Schwarzwald Nord – der Führer aus dem Hause Panico, in aktueller Auflage von 2013
  • Bergwacht-Kletterführer Battert – ausschließlich für den Battert, etwas älter aber immer noch zu verwenden und vor Ort für Kurzentschlossene verfügbar
  • Mein Tipp für einen schönen Klettertag: Früh zusteigen und auf dem Frühstücksplatz (beim Sektor Fermeda), einer unverkennbaren waagrechten Steinplatte mit herrlichem Ausblick, den Tag mit einem (der Name legt es ja schon nahe) Frühstück beginnen.
  • Bitte die Regeln zum Naturschutz beachten: Die Badener Wand ist im Frühjahr meist aufgrund von Vogelbrut gesperrt und es dürfen nur die vorhandenen Wege als Zustieg genutzt werden. Die Blockhalde vor der Badener Wand zum Beispiel darf nicht betreten werden.

In diesem Sinne

Martin

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