Als ich am Samstag des 22. März auf den Parkplatz der Kletterhalle in Donauwörth fuhr, stellte ich erstaunt fest, dass noch zahlreiche Parkplätze frei waren: Zur 2. Donauwörther Stadtmeisterschaft im Klettern hatte ich mit etwas mehr Andrang gerechnet, doch ich war nur zeitig dran und am Ende der Anmeldung waren tatsächlich 81 Teilnehmer im Alter von 6 – 75 (!) gemeldet und lauschten gebannt den einführenden Worten des ersten Vorsitzenden der DAV Sektion Donauwörth, Werner Felkl.

Eröffnung der 2. Donauwörther Stadtmeisterschaft im Klettern durch den ersten Vorsitzdenden des DAV Donauwörth, Werner Felkl.
Eröffnung der 2. Donauwörther Stadtmeisterschaft im Klettern durch den ersten Vorsitzdenden des DAV Donauwörth, Werner Felkl.

Der Modus war etwas eigen und lief nach folgendem Schema ab: 15 Boulder und 3 Routen waren abzuarbeiten, wobei es innerhalb von vier Stunden beliebig viele Versuche gab und nicht zwischen On Sight, Flash und Rotpunkt unterschieden wurde. Für jeden Boulder gab es maximal 3 Punkte, einen Punkt für den sich meist in der Mitte befindlichen „Zonengriff“ und zwei Punkte für den Topgriff, den es drei Sekunden mit beiden Händen zu halten galt. Bei den Routen wurde für jede Zwischensicherung ein Punkt vergeben. Für jede/n Route/Boulder wurde das beste Ergebnis der beliebig häufigen Vesuche gewertet.

Mit den 81 Teilnehmern und vor allen Dingen den betreuenden Eltern der jungen Starter war die Donauwörther Kletterhalle bis zum Rand gefüllt und rasch lag eine Mischung aus Magnesia und feuchtem Schweiß in der Luft. Da es kaum eine Möglichkeit zum Warmmachen gab, startete ich mit den leichten Boulder und konnte die ersten 12 auch problemlos flashen. Die Probleme waren zunehmend schwerer geschraubt, aber alle machbar, und so konnte ich mich langsam steigern. Erst Boulder #13 stellte mich vor ein ordentliches Problem und diesen, sowie die letzten beiden Boulder #14 und #15 konnte ich nicht knacken. Immerhin holte ich mir noch zwei Punkte für zwei „Zonengriffe“ ab und machte mich nach einer Pause an die Routen, denn schließlich wollte ich meine Kraft nicht an drei Bouldern verschwenden, an denen ich nur noch sieben Punkte holen konnte. IN den Routen warteten nämlich noch deutlich mehr Punkte zur Abholung.

Die erste Route war kein  Problem, die zweite Route lief ebenfalls sehr gut, doch in der dritten Route musste ich im Überhang nach einem Fehler im Dach kapitulieren und legte einen spektakulären Abflug hin – damit war auch für das Publikum etwas geboten. Im zweiten Versuch kam ich dann weiter, scheiterte jedoch an der vorletzten Zwischensicherung. Schade, dass keine Zeit mehr für einen dritten Versuch blieb, aber die vier Stunden waren aufgrund der großen Teilnehmerzahl eben doch zu schnell zu Ende.

Ausstieg aus dem Dach der dritten Herrenroute.
Ausstieg aus dem Dach der dritten Herrenroute.
Da war es soweit: Abflug an der vorletzten Zwischensicherung.
Da war es soweit: Abflug an der vorletzten Zwischensicherung.

Am Ende konnte ich 72 von 82 möglichen Punkten abstauben und war damit auf Platz 9 von 31 Teilnehmern in meiner Altersklasse. Mit diesem Ergebnis war ich zufrieden, denn immerhin war es zum ersten Mal, dass ich an einem Wettkampf im Klettern teilgenommen hatte und mit gerade mal vier Jahren an Erfahrung im Klettern nicht gerade ein Routinier. Etwas schade ist, dass auf der Ergebnisliste keine Sektionszugehörigkeit geführt wird, denn ich glaube die Sektion Donauwörth gut vertreten zu haben.

Unabhängig vom Resultat war die Veranstaltung sehr spaßig, vor allen Dingen weil die DAV Sektion Donauwörth sehr familiär geprägt ist und jeder jeden kennt. Daher waren einige bekannte Gesichter am Start und haben für eine gute Stimmung gesorgt. Aus diesem Grund möchte ich im nächsten Jahr auch erneut teilnehmen, obwohl ich dann wohl nicht mehr Mitglied der DAV Sektion Donauwörth sein werde (vielleicht noch C-Mitglied, mal schauen). Aber der Wettkampf hat auf jeden Fall Spaß gemacht, war nicht zu groß und letztlich zählt auch bei einem Wettkampf neben dem Ergebnis auch immer ein bisschen das Gesamterlebnis. Und es war auch schön mal wieder ein wenig Wettkampatmosphäre und Adrenalin gefühlt zu haben, denn da ich seit 2010 nicht mehr an Volksläufen teilnehme, fehlt mir das doch ein wenig. Mein Dank geht an dieser Stelle noch an die Veranstalter, denn ohne die ehrenamtliche Arbeit wäre so etwas nicht möglich!

In diesem Sinne

Martin

Nachtrag vom 28. März 2014: Bewegte Bilder zur 2. Donauwörther Stadtmeisterschaft gibt es in folgendem Video, zu finden bei Youtube an dieser Stelle.

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